"Abstieg für Deutschland"
CDU und AfD streiten wegen Broschüre

Eine Informationsschrift der CDU über die AfD hat bei der Partei für Empörung gesorgt. In der 34-seitigen Broschüre "Abstieg für Deutschland. Keine Alternative." wirft die CDU der AfD vor, eine Gefahr für die Demokratie zu sein und an ihrer Abschaffung zu arbeiten. Untermauert wird das mit Zitaten prominenter AfD-Vertreter.

    Tino Chrupalla, Bernd Baumann und Alice Weidel im Bundestag
    Die CDU hat die AfD-Spitze mit ihrer Info-Broschüre verärgert. (picture alliance / Geisler-Fotopress | Frederic Kern/Geisler-Fotopress)
    Verwiesen wird darin auch auf Einstufungen einzelner Landesverbände der Partei als rechtsextremistisch durch Verfassungsschutzbehörden der Länder. Die AfD bezeichne andere Parteien als "Altparteien" und spreche ihnen ihre Legitimität ab: "Wer so spricht, ist eine Gefahr für unsere Demokratie; der will den Ein-Parteien-Staat so wie in der DDR oder im Nationalsozialismus". Vorgeworfen wird der AfD auch, antisemitisch zu sein und jüdisches Leben gegen Muslime auszuspielen.
    Die Info-Broschüre liegt in der CDU-Parteizentrale in Berlin aus und steht auch zum Download im Internet

    AfD wehrt sich auch juristisch

    Die AfD wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. Der Münchner Bundestagsabgeordnete Teich reichte nach eigenen Angaben bei der Berliner Polizei eine Anzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung ein.
    Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Baumann, veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, dass ihn beim Betreten des Vorraums der CDU-Zentrale in Berlin zeigt. Aus einem Infostand nimmt er sich dort eine der Broschüren mit und spricht von einem "Pamphlet" voller "Lügen und Falschmeldungen". Die CDU reagierte auf das Video wiederum mit einer Mitteilung unter der Überschrift: "Panik-AfD schickt Baumann zur CDU".
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.