Debatte um Spahn
CDU und Familienministerium halten an Leihmutterschaft-Verbot fest

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Spahn, und sein Ehemann haben eine Debatte über die Rechtmäßigkeit und die Praxis von Leihmutterschaften ausgelöst.

    Das Foto zeigt Unionsfraktionschef Jens Spahn (r.) und seinen Ehemann Daniel Funke.
    Unionsfraktionschef Jens Spahn (r.) und sein Ehemann Daniel Funke sind per Leihmutterschaft Väter eines Sohnes geworden. (dpa / Jens Kalaehne)
    Eine Sprecherin der CDU sagte der Deutschen Presse-Agentur, man halte weiterhin am Parteitagsbeschluss aus dem Februar fest. Angesichts ethischer, rechtlicher und praktischer Bedenken gegenüber Leihmutterschaft solle sie in Deutschland weiterhin verboten bleiben, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken zu verhindern. Eine Sprecherin der Frauen Union in der CDU äußerte sich ähnlich. Ein Sprecher des SPD-geführten Bundesfamilienministeriums verwies auf die Rechtslage. ‌Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sehe zudem ⁠keine Änderungen daran vor.
    Spahn und sein Ehemann hatten in den USA eine Leihmutterschaft in Auftrag gegeben und dies der "Bild"-Zeitung bestätigt. In den ⁠vergangenen Tagen hatten sie in sozialen Medien öffentlich gemacht, dass sie Väter eines Sohnes geworden sind.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.