SPD-Pläne zur Erbschaftssteuer
CDU warnt vor "Exitus" für den Mittelstand

Der CDU-Haushaltspolitiker Middelberg hat angesichts der Pläne der SPD für eine Reform der Erbschaftssteuer vor negativen Folgen für den Mittelstand gewarnt.

    Mathias Middelberg (CDU/CSU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion spricht im Plenarsaal im Bundestag.
    Der CDU-Haushaltspolitiker Middelberg (Philip Dulian / dpa / Philip Dulian)
    Mit Blick auf die Betriebsvermögen sagte Middelberg im ARD-Fernsehen, wenn der Erbe eines Unternehmens 30 Prozent des Firmenwertes an Steuern zahlen müsse, sei das für viele Betriebe der Exitus. Auf große Vermögen solle aber eine entsprechende Erbschaftssteuer fällig werden. Auch aus der Wirtschaft kam Kritik an dem Konzept.
    Dagegen betonte Niedersachsens Ministerpräsident Lies von der SPD, große private Vermögen müssten ihren angemessenen Beitrag leisten. Gleichzeitig gelte es aber, angesichts der aktuellen konjunkturellen Lage mit Augenmaß vorzugehen. Der wissenschaftliche Referent des Netzwerks Steuergerechtigkeit, Trautvetter sagte im Deutschlandfunk, große Vermögen würden wegen vieler Ausnahmen steuerlich kaum belastet. Diese Lücke wolle die SPD mit ihrem Konzept schließen. Die Sorge um den Verlust von Arbeitsplätzen nannte Trautvetter unbegründet.
    Gemäß dem SPD-Konzept soll unter anderem künftig gelten, dass jeder im Leben eine Million Euro steuerfrei erben kann. Beim Vererben von Firmen soll ein Freibetrag von fünf Millionen Euro gelten, darüber fallen Steuern an.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.