Donnerstag, 19. Mai 2022

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Champions League-Finale
Spielerisch bescheiden - Heldenstatus für Klopp

Jürgen Klopp hat den Final-Fluch überwunden: Sein FC Liverpool ist Champions-League-Sieger. Spielerisch sei das Finale nicht attraktiv gewesen, sagte Sportjournalist Marcus Bark im Dlf. Aber hilfreich für Klopps Heldenstatus: "Wenn er jetzt noch den Meistertitel holt, wird ihm eine Statue gebaut".

Marcus Bark im Gespräch mit Astrid Rawohl | 02.06.2019

Jürgen Klopp und Team-Kapitän Jordan Henderson mit dem CL-Pokal bei der Ankunft in Liverpool
Jürgen Klopp und Team-Kapitän Jordan Henderson bei der Ankunft in Liverpool, nach dem CL-Finale (imago images / Action Plus)
Nach dem zweiten Platz in der Liga - trotz 97 Punkten - wäre es eine riesige Enttäuschung gewesen, ohne Titel in den Urlaub zu gehen, sagte Bark. Auch mit Blick auf die "bittere" Niederlage im letzten CL-Finale und die verlorenen Finals von Jürgen Klopp in den vergangenen Jahren sei der Sieg wichtig gewesen. "Irgendwann wären sonst bei Klopp Zweifel gewachsen". Obwohl es schon bemerkenswert sei, überhaupt so viele Endrunden erreicht zu haben. "Viele Trainer kommen gar nicht dazu, Finals zu verlieren, weil sie sie nicht erreichen". Jürgen Klopp werde nun in Liverpool als Held gefeiert - dem zur Vollendung nur noch der Meistertitel in der Premier League fehle, so Bark.
Spielerisch sei das Finale allerdings sehr schwach gewesen, so der Sportjournalist. Dazu habe möglicherweise auch die lange Pause zwischen dem Spiel und dem Ende der enligschen Liga beigetragen. "Drei Wochen ohne Wettbewerbsspiel vor so einem wichtigen Finale machen etwas aus". Liverpool habe jedoch den Vorteil gehabt, schon Erfahrung mit einem Champions League-Finale zu haben.
Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.