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Charles Lloyd zum 80. GeburtstagOf Course, Of Course (1965), Lift Every Voice (2002), Sangam (2006)

Die Kreativität von Charles Lloyd ist ungebrochen. Schon als der Tenorsaxofonist einst mit der Chico Hamilton Band auftrat, pilgerten Rockbands wie The Doors und The Grateful Dead in die Clubs, um seine Musik zu hören. Noch heute füllt er Konzerthallen.

Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Charles Lloyd im Juli 2017 in Rom (imago )
Charles Lloyd im Juli 2017 in Rom (imago )

1966 spielte er mit Keith Jarrett beim Monterey-Festival - und ihr Livealbum "Forest Flower" wurde eine der ersten Jazz-LPs, die sich über eine Million Mal verkauften. Eine Tournee durch den Ostblock 1967 mit Konzerten in Tallinn, Leningrad und Moskau entwickelte sich zum Triumphzug mit politischem Nachbeben. In den 70er-Jahren zog sich Charles Lloyd für lange Zeit von der Musikszene zurück und lebte in Big Sur, Kalifornien. Dann gelang ihm mit dem Pianisten Michel Petrucciani ein Comeback, doch wieder verschwand er nach nur zwei Jahren. Erst 1988, nach der Genesung von einer lebensgefährdenden Krankheit, hatte Lloyd neue Kräfte gesammelt, um wieder Fuß zu fassen. Doch viele kannten ihn nicht mehr und wussten nicht, wer er war. Der Wiedereintritt in die sogenannte reale Welt war kein leichter Schritt. Als Lloyd vor über 25 Jahren ein zweites Comeback gelang, entstanden nach und nach über ein Dutzend seiner eindrucksvollsten Alben von großer spiritueller Kraft. Karl Lippegaus gratuliert dem Künstler zu seinem 80. Geburtstag.

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