Sippel sagte im Deutschlandfunk, EVP-Fraktionschef Weber habe - anders als von ihm dargestellt - gezielt Mehrheiten mit rechten Parteien gesucht, um die Migrationspolitik zu verschärfen. Die Abgeordneten der Fraktion müssten sich deshalb fragen, ob sie mit Weber an der Spitze weiter arbeiten und den Rechtsruck der EVP mittragen wollten, sagte die SPD-Politikerin.
Berichten zufolge sollen sich Vertreter der EVP unter anderem in einer Chatgruppe mit Abgeordneten rechter Fraktionen im Europaparlament über Änderungen an einem Gesetz zur Migrationspolitik ausgetauscht haben. EVP-Chef Weber hatte erklärt, von der Chatgruppe weder gewusst noch sie genehmigt zu haben. Zugleich betonte er, man brauche bei der Migrationspolitik Lösungen. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hoffmann, verlangte eine Aufklärung der Vorgänge. Er sagte den Fernsehsendern RTL und NTV, an der Abgrenzung zur AfD werde nicht gerüttelt. Es werde keine Zusammenarbeit geben.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
