
Es gebe Kinder, die bei der Einschulung selbst einfachste Aufgaben nicht lösen könnten, bemängelte die Verlagschefin. Da müsse eine Erwartungshaltung an die Eltern formuliert werden. Zudem forderte sie eine "sehr frühe" Sprachförderung, damit alle – ob mit Migrationshintergrund oder nicht – ein ähnliches Niveau haben, wenn sie in die erste Klasse kommen. Jedes vierte Kind, das die Grundschule verlasse, könne nicht mehr sinnentnehmend lesen, führte Bielenberg aus. Das sei eine dramatische Entwicklung. Die Unternehmerin warf der Politik vor, zu wenig zu unternehmen, um die Lesekompetenz und generell die Lernfähigkeiten der Kinder zu stärken.
Startchancen-Programm von Bund und Ländern
Im August 2024 startete das sogenannte Startchancen-Programm von Bund und Ländern. Es ist auf zehn Jahre angelegt und gilt als bisher größte gemeinsame Bildungsoffensive. Es legt den Fokus auf die Förderung von Basiskompetenzen: Rund 4.000 Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler erhalten bundesweit nach Angaben des Bundesbildungsministeriums finanzielle Hilfen.
Auch die Grundschulen stehen im Fokus: Sie erhalten etwa 60 Prozent der Förderung, um das Lesen, Schreiben und Rechnen von Anfang an gezielt zu stärken.
Hör-Tipp:
Eltern in die Pflicht:
Kita und Schule können nicht alle Versäumnisse ausgleichen
Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
