Südamerika
Chile und Venezuela nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf

Chile und Venezuela nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf.

    Chiles Präsident Kast steht hinter einem Rednerpult.
    Chiles Präsident Kast (AFP / HANDOUT)
    Das gab Chiles rechtsgerichteter Präsident Kast bekannt. Die Beziehungen waren seit der Wiederwahl des linksnationalistischen Präsidenten Maduro in Venezuela 2024 angespannt und schließlich ganz abgebrochen. Die Wahl war von Betrugsvorwürfen überschattet. Die Behörden erklärten damals Maduro zum Sieger.
    Chile war in den letzten Jahren zunehmend Ziel von Migranten aus Venezuela. Kast plant die Ausweisung von rund 330.000 illegalen Migranten. Die fehlenden diplomatischen Beziehungen behinderten dieses Vorhaben.
    Venezuela wird inzwischen von Maduros früherer Stellvertreterin Rodríguez geführt. Maduro selbst wurde im Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht. Dort muss er sich vor Gericht verantworten. Ihm wird Verschwörung zum Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten vorgeworfen.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.