Kunstwerke-Schwund
China ordnet eine landesweite Inventur in staatlichen Museen an

In China hat die Regierung eine landesweite Inventur in staatlichen Museen angekündigt. Laut Medienberichten soll festgestellt werden, was an Kunstwerken da sein sollte und was wirklich da ist. Vorausgegangen waren Vorfälle im Nanjing-Museum. Dort sollen im Laufe der Zeit Werke verschwunden sein.

    Die Skyline der chinesischen Großstadt Nanjing in der Abendsonne.
    Aus dem Nanjing-Museum sollen Gemälde verschwunden sein. (unsplash)
    Laut der Hongkonger Zeitung ”South Morning China Post” wird die Inventur nötig, weil ein Gemälde aus der Zeit der Ming-Dynastie zum Millionenwert auf einer Auktion aufgetaucht war, obwohl es eigentlich in einem Museum lagern sollte. Das Gemälde stammt vom chinesischen Künstler Qiu Ying. Wie auch andere Bilder wurde es 1959 von der Familie eines Sammlers gestiftet.
    Das Nanjing-Museum hatte sich für die Vorfälle öffentlich entschuldigt und systemische Probleme sowie einen Vertrauensbruch gegenüber Spendern eingeräumt.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.