Wettkampf und Tanz
China und Taiwan feiern das Drachenbootfest

Mit Wettrennen und Tänzen haben Hunderttausende Menschen in China, Hongkong und Taiwan das Drachenbootfest gefeiert. Das mehr als 2.000 Jahre alte Fest ist vor allem für seine sportlichen Wettkämpfe bekannt, doch seine Ursprünge liegen in alten Vorstellungen von Gesundheit, Schutz und Harmonie mit der Natur.

    Ruderer in bunter Kleidung und großen Booten fahren um die Wette
    Drachenbootfest in Hongkong (Chan Long Hei / AP / dpa / Chan Long Hei)
    In der chinesischen Hauptstadt Peking dauern die Feierlichkeiten noch das ganze Wochenende an. Teil der Veranstaltung sind Drachenbootrennen für Männer, Frauen und gemischte Teams auf dem Kaiserkanal über verschiedene Distanzen. Mannschaften aus Peking, Tianjin, Hebei, Shanxi und Guangdong treten gegeneinander an. Die Organisatoren erwarteten allein in Peking mehr als 1.000 Sportler und 200.000 Zuschauer.

    Historische Überlieferung

    Bei dem Fest geht es historisch betrachtet nicht um sportliche Wettkämpfe. Der Legende zufolge nahm sich vor mehr als 2.000 Jahren der Dichter Qu Yuan das Leben, indem er sich in den Fluss stürzte. Der Überlieferung nach eilten die Menschen in Booten herbei, um nach ihm zu suchen, und warfen Reis ins Wasser, damit die Fische seinen Leichnam nicht anfraßen.
    Diese Geschichte wird oft sowohl mit den heutigen Drachenbootrennen als auch mit den für das Fest typischen Klebreisklößen Zongzi in Verbindung gebracht, die noch immer von Familien in ganz China zubereitet werden. Die Kinder tragen Armbänder in fünf Farben, denen nachgesagt wird, dass sie das Böse abwehren.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.