Klima
China will Treibhausgas-Emissionen bis 2035 um bis zu zehn Prozent senken

China will seinen Ausstoß von klimaschädlichen Gasen in den kommenden Jahren deutlich senken. Das kündigte der chinesische Präsident Xi auf einer Klimaveranstaltung am Rande der UNO-Generaldebatte an. Er nahm per Videoschaltung an der Konferenz teil.

    Auf einer großen Videoleinwand sieht man, wie der chinesische Präsident Xi eine Ansprache hält. Er spricht zu vielen Menschen in einem großen Sitzungssaal.
    Der chinesische Präsident Xi sprach per Video zu den Delegierten des Klimatreffens, das am Rande der UNO-Generalversammlung stattfand. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Yuki Iwamura)
    Xi sagte, innerhalb der nächsten zehn Jahre werde sein Land die Emissionen um sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Höchststand reduzieren. Wann genau dieser Höchststand erreicht wird, ist allerdings noch unklar.

    Kritik aus der EU

    Die EU kritisierte die neuen Vorgaben als unzureichend. EU-Klimakommissar Hoekstra erklärte in Brüssel, angesichts des immensen Fußabdrucks Chinas seien die Zielsetzungen enttäuschend. Chinas jüngste Beiträge blieben weit hinter dem zurück, was die EU für erreichbar und notwendig halte.
    China ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und gilt als das Land mit den weltweit höchsten Co2-Emissionen. UNO-Generalsekretär Guterres hatte bei der Konferenz gemahnt, die weltweiten Emissionen müssten schneller gesenkt werden, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Nach aktuellen Planungen sei mit einer Senkung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen bis zum Jahr 2030 um nur 2,6 Prozent zu rechnen. Nötig seien nach UNO-Berechnungen aber 43 Prozent.

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    Diese Nachricht wurde am 25.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.