Nach Assad-Sturz
Christen in Syrien feiern Weihnachten weitgehend friedlich aber verhalten - Tannenbaum nahe Hama angezündet

Weihnachten in Syrien ist nach dem Sturz des Assad-Regimes offenbar weitgehend friedlich verlaufen.

    Eine Frau posiert vor einer weihnachtlichen Krippe, an einer Wand dahinter hängt eine syrische Flagge.
    In der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde kurz vor Weihnachten eine Krippe aufgestellt. (AFP / ANWAR AMRO)
    Kirchenglocken läuteten, Gottesdienste wurden nach bisherigen Erkenntnissen ohne Zwischenfälle abgehalten. Beobachtern zufolge waren die Feierlichkeiten verhaltener als früher. Vereinzelt hatte es zuletzt christenfeindliche Taten gegeben. Nahe Hama etwa setzten Männer einen öffentlich aufgestellten Weihnachtsbaum in Brand, was Protestkundgebungen auslöste. Vor einer Woche attackierten Angreifer eine Kirche in Hama, zudem wurden laut Reuters Geländewagen mit lautsprecherverstärkten dschihadistischen Gesängen durch das Damaszener Christenviertel Bab Tuma gefahren. Als Täter stehen ausländische Kämpfer in Verdacht. Die neuen islamistischen Machthaber Syriens hatten den Minderheiten im Land Schutz zugesagt. Für heute und morgen riefen sie offizielle Feiertage aus.
    Diese Nachricht wurde am 26.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.