Missbrauchsbeauftragte
Claus wünscht sich wertschätzende Anerkennungskultur für Opfer

Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Claus, wünscht sich eine Anerkennungskultur für Betroffene.

18.05.2024
    Das Bild zeigt Kerstin Claus. Sie sitz an einem Schreibtisch, auf dem zahlreiche Dokumenten und Akten liegen.
    Kerstin Claus, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. (Andrea Schültke)
    Angesichts der großen Zahl an Opfern wundere man sich, dass es dazu etwa keine besondere Stunde im Bundestag gebe, in der die Betroffenen auch einbezogen würden, sagte Claus im Podcast "Himmelklar". Viele hätten eine große Lebensleistung vorzuweisen, bislang aber sei man nicht gut darin, das auch anzuerkennen. Stattdessen gebe es häufig eine Stigmatisierung von Opfern, die häufig als gebrochen wahrgenommen würden. Zugleich begrüßte Claus, dass in einem Gesetzentwurf zur Aufwertung ihres Amtes auch eine Berichtspflicht enthalten sei, weil sich der Bundestag dann mit dem Thema befassen müsse.
    Das Gesetz soll die Belange der Beauftragten und der unabhängigen Aufarbeitungs-Kommission regeln sowie die Rechte von Betroffenen etwa auf Akteneinsicht stärken.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.