
Laut dem Umweltbundesamt gingen die Emissionen um 0,1 Prozent im Vergleich zu 2024 zurück. Problematisch bleiben demnach weiterhin der Verkehrs- und der Gebäudesektor. Dort stieg der CO2-Ausstoß sogar an. Im Industriesektor gab es laut dem Bericht einen Emissionsrückgang - vor allem wegen der schwachen Konjunktur.
Bundesumweltminister Schneider sprach von einem "gemischten Bild". Bei den Emissionen seien die Fortschritte zu langsam. Zugleich stelle man eine gestiegene Akzeptanz für Klimaschutztechnologien fest. Der SPD-Politiker erklärte, um das selbstgesteckte Emissionsziel bis 2030 erreichen zu können, brauche es zusätzliche Maßnahmen. Das Ziel besagt, dass Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 senkt. Derzeit beträgt der Rückgang laut Umweltbundesamt rund 48 Prozent.
"Energiewende bleibt Fundament"
Der Präsident des Umweltbundesamts, Messner, erklärte, man wisse, was zu tun sei, um die nationalen Klimaziele noch zu erreichen. Die Weichen mit dem neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung gestellt werden, das Ende des Monats vorgelegt werden soll. Fundament bleibe eine erfolgreiche Energiewende mit einem weiterhin starken Ausbau der erneuerbaren Energien.
"Fossile Geschäftsmodelle treiben Menschen in eine Kostenfalle"
Umwelt- und Sozialverbände forderten die Bundesregierung zum Handeln auf. WWF und BUND kritisierten, dass vor allem in den Bereichen Gebäude und Verkehr die Abhängigkeit von fossilen Energien weiter hoch sei. Die Klima-Allianz Deutschland mahnte, wer an fossilen Geschäftsmodellen festhalte, treibe die Menschen in eine massive Kostenfalle.
Greenpeace betonte, das jetzt anstehende Klimaschutzprogramm sei "zuallererst ein Auftrag für Umweltminister Carsten Schneider. Er muss alles daran setzen, die fossilen Ketten zu sprengen, die uns eine falsche Energie- und Verkehrspolitik angelegt haben und die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihren Gas-Plänen gerade noch fester schraubt." Das beste Werkzeug dazu seien Wärmepumpen, E-Mobilität und bezahlbarer ÖPNV.
Badum (Grüne): "Dynamik massiv ausgebremst"
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Badum kritisierte, die neue Bundesregierung habe die Dynamik massiv ausgebremst. Das Klimaziel 2030 werde mit dem Abwürgen der Energiewende nicht erreicht. Die von Bundesumweltminister Schneider erwähnten Erfolge führte Badum auf die Politik der Ampel-Regierung zurück.
Der gemeinsame Bericht des Bundesumweltamts und des Bundesumweltministeriums soll nun vom Sachverständigenrat für Klimafragen überprüft werden. Das unabhängige Gremium legt später einen eigenen Bericht vor.
Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




