Klimaerwärmung
CO2-Emissionen von Google und Amazon steigen stark

Die CO2-Emissionen der US-Techkonzerne Google und Amazon sind deutlich gestiegen. Nach aktuellen Unternehmensangaben legten die Emissionen bei Google seit 2019 um 82 Prozent zu, bei Amazon um 58 Prozent. Allein im vergangenen Jahr stiegen sie um 18 beziehungsweise 16 Prozent.

    Google Logo vor der Konzernzentrale in Mountain View, Kalifornien
    Google in der Kritik (Getty Images / Justin Sullivan)
    Als Hauptgrund gilt der Ausbau von KI-Rechenzentren, die einen stark wachsenden Energiebedarf verursachen. Beide Unternehmen räumen ein, dass der Ausbau ihrer Infrastruktur derzeit schneller voranschreitet als die Dekarbonisierung der Stromversorgung.
    Dabei haben sich die Konzerne ehrgeizige Ziele gesteckt: Google will seine Emissionen eigentlich bis 2030 halbieren, Amazon will bis 2040 klimaneutral sein.
    Der Stromverbrauch von Google hat sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt und entspricht fast dem eines Landes wie Griechenland. Die Emissionen von Amazon im Zusammenhang mit dem Bau von Rechenzentren sind innerhalb eines einzigen Jahres um mehr als 40 Prozent in die Höhe geschnellt.
    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.