Weltklimakonferenz
COP31-Gastgeber Türkei will globalen Anteil von Strom an der Energieversorgung deutlich erhöhen

Das Gastgeberland der nächsten Weltklimakonferenz, die Türkei, hat neue Ziele zur Abkehr von fossilen Energieträgern bekannt gegeben. Dabei soll vor allem Strom eine wichtige Rolle spielen.

    Strommasten vor Wolkenbergen, gesehen von einem Feld bei Köln
    Der Anteil von Strom an der Energieversorgung soll steigen, wenn es nach der COP31-Präsidentschaft geht. (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Der Anteil von Strom am Endenergiebedarf, also an der Menge der tatsächlich verbrauchten Energie, soll nach dem Willen der Türkei weltweit in den nächsten zehn Jahren von derzeit 20 auf 35 Prozent steigen. Das erklärte der türkische Umweltminister Kurum auf der Klimakonferenz in Bonn, die der Vorbereitung auf die Weltklimakonferenz im November in Antalya (COP31) dient. Damit solle die Abhängigkeit von Gas und Öl bei der Energieversorgung reduziert werden.
    Die COP31-Präsidentschaft verpflichte sich außerdem, eine "globale Koalition" aufzubauen, um Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels umzusetzen, sagte Kurum. Das 35-Prozent-Ziel basiere auf Analysen der Internationalen Energieagentur und der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien.

    Weniger Abfall als globales Ziel

    Der türkische Umweltminister kündigte zudem das Vorhaben an, das Wachstum des weltweiten Abfalls bis 2035 zu halbieren. Es ist Teil des thematischen Schwerpunkts der COP31, eine Welt ohne Abfall zu erreichen. Insbesondere Lebensmittelabfälle sind für zehn Prozent der globalen Emissionen verantwortlich, vor allem durch Methan.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.