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StartseiteSport am Wochenende"Vielleicht gibt es dann auch keine Relegation"10.04.2021

Coronafälle in der Zweiten Bundesliga"Vielleicht gibt es dann auch keine Relegation"

Drei Teams der Zweiten Liga sind wegen positiver Coronafälle in Quarantäne - darunter auch der SV Sandhausen. Präsident Jürgen Machmeier plädierte im Dlf für kreative Lösungen, falls es noch mehr Mannschaften treffen sollte.

Jürgen Machmeier im Gespräch mit Maximilian Rieger

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Der Präsident des SV Sandhausen, Jürgen Machmeier. (www.imago-images.de)
Der Präsident des SV Sandhausen, Jürgen Machmeier. (www.imago-images.de)
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Dynamo Dresden musste vor einem Jahr wegen mehrerer positiver Corona-Tests nach zwei Wochen Quarantäne acht Spiele in 21 Tagen absolvieren - und stieg danach ausgepowert und frustriert ab. Ein ähnliches Schicksal könnte jetzt auch dem SV Sandhausen drohen. Denn nach insgesamt vier positiven Fällen muss der 17. der Tabelle der Zweiten Liga für zwei Wochen in Quarantäne – genauso wie der Karlsruher SC und auch wieder Holstein Kiel. 

Spiel kurz nach der Quarantäne abgesagt

Jürgen Machmeier, Präsident des SV Sandhausen, sagte im Dlf, dass es im Vergleich zum letzten Jahr jedoch eine längere Pause vor dem nächsten Spiel gebe. Der SV Sandhausen ist bis zum 18. April in Quarantäne. Ursprünglich war das Spiel gegen Kiel für den 21. April angesetzt. Jetzt sei aber klar, dass man an diesem Termin nicht in Kiel spielen müsse, so Machmeier. "Es ist gut so für uns, dass wir dann eine Woche Vorbereitung haben."

Vielleicht keine Relegation?

Die Frage sei auch, ob man überhaupt die Relegation spiele "wenn es nicht nur uns erwischt". In dieser Situation müsse man sich "mit ein bisschen Fantasie überlegen, wie man die Saison bis Ende Mai, Anfang Juni - das ist ja unsere Deadline - zu Ende spielt. (...) Vielleicht gibt es dann auch keine Relegation, bevor wir dann mittendrin eine Runde abbrechen." Grundsätzlich habe man jedoch - wie alle anderen Mannschaften auch - ein Interesse daran, die Runde zu Ende zu spielen.

Klar sei aber, dass die aktuelle Situation Sandhausen sportlich schwäche. Machmeier geht auch davon aus, dass es noch mehr Fälle geben wird, "weil die Mutante sehr aggressiv ist". 

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DFL-Hygienekonzept wird streng umgesetzt

Der Präsident des SV Sandhausen kann sich auch vorstellen, dass sich die Mannschaften für die Endphase der Saison in eine Art Teamquarantäne begeben. Das habe sich auch im letzten Jahr bewährt. "Die Spieler in den ersten drei Ligen verdienen sehr viel Geld, die Familien leben vom Fußball. Da müssen wir auch persönliche und private Einschränkungen hinnehmen." Am Ende gehe es auch um die Existenz des ganzen Vereins. 

Man setze das Hygienekonzept der DFL weiter streng um, betonte Machmeier. Das häufige Testen habe dann auch dazu geführt, dass man die vier betroffenen Spieler habe isolieren können.

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