Corso 

„Our Pathetic Age“ von DJ ShadowDer Welt abhanden kommen

DJ Shadow zur Seite blickend, mit grünem Hoodie und weißem Basecap; im Hintergrund eine Brücke (Derick Daily)

Seit seinem Debutalbum „Endtroducing“ gilt Joshua Paul Davis alias DJ Shadow als einer der versiertesten Produzenten. Auf seinem neuen Doppelalbum „Our Pathetic Age“ bringt der Kalifornier in Instrumentals und Rap-Tracks seine zunehmende Verzweiflung an der Welt zum Ausdruck.

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"Das Grauen, das Grauen" von grim104„Eine Schwermut, eine dunkle Eleganz“

(Hotel Rocco)

Der Rapper Moritz Wilken alias grim104 hatte schon immer eine Vorliebe für düstere Stimmungen und Themen wie Tod und Endlichkeit. Auf „Das Grauen, das Grauen“ gibt er den dunklen Tönen besonderen Ausdruck. Er liebe die Schwermut, sei aber „kein hoffnungsloser Mensch“, sagte er im Deutschlandfunk.

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Neues Album von Marcus Hamblett„Mir gefällt es, die Zeit zu dehnen“

Auf dem Bild ist der Musiker Marcus Hamblett zu sehen. Er steht vor einer Berglandschaft und lächelt in die Kamera (Andi Hörmann)

Der britische Musiker Marcus Hamblett agiert eigentlich als Produzent für bekannte Acts im Hintergrund. Parallel dazu schraubt er auch an seinen eigenen Solo-Alben. „Detritus“ ist sein zweites Werk, auf dem er Ambient, Jazz und Post-Rock zu fantasievollen Soundcollagen fusioniert.

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Tindersticks mit "No Treasure But Hope"Am Lagerfeuer der Instrumente

(Richard Dumas)

Die Tindersticks gelten als Meister der Schwermut. Für ihr elftes Album "No Treasure But Hope" haben sie ihre verlustbehaftete Sehnsuchtsmusik auf einer Insel im Mittelmeer eingespielt. Ein idyllischer Ort, der den melancholischen Kammerpop der Band mit Inspirationen beseelte.

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André Heller als ChansonnierEin Weckruf für die Welt

(Suzy Stöckl)

Mediakünstler, Dichter, Schauspieler: Der Wiener Tausendsassa André Heller hat viele Talente. Nach jahrzehntelanger Pause entdeckt er sich als Chansonnier wieder mit dem Comeback-Album "Spätes Leuchten". "Die einzige Muttersprache, die wir haben, ist das Mitgefühl", sagte er selbstkritisch im Dlf.

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Zeichnerduo Greser & Lenz Die Karikatur ist in Gefahr

Die Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz stehen vor ihren Bildern (dpa / Christoph Schmidt)

Zeitungen drucken sie nicht mehr, das Publikum rebelliert gegen sie: Die Karikatur hat es schwer. Vor der Verleihung des 20. Deutschen Karikaturenpreises sagte das Duo Greser & Lenz im Dlf: "Jeder hat Angst, wenn irgendjemand anderes kritisiert wird. Herrgott, wir müssen doch miteinander streiten!"

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Is was?! Aufreger der WocheSie sind dann mal weg

Sarah Wagenknecht pudert sich ihr Gesicht (dpa)

Die einen gehen, die anderen kommen: Der FC-Bayern-Präsident geht und lässt sich heute im Kreise der Großfamilie feiern, der Rechtsausschussvorsitzende wird selbst zu Ausschuss. Der Tesla-Bauer kommt und bringt seine Elektro-Gigafactory mit. Wenn die Rechnung mal aufgeht.

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Fotograf Seamus Murphy Worte und Bilder sammeln

PJ Harvey as featured in Seamus Murphy's film "A Dog Called Money". His feature documentary on their collaboration traces the sources of the songs that were inspired by their travels, and tells stories of the some of the people and places they encounted along the way. (© Seamus Murphy)

Die Musikerin PJ Harvey war mit dem irischen Fotografen und Regisseur Seamus Murphy im Kosovo, in Afghanistan und Washington D.C.. Ergebnis der Reise ist ein Foto-Gedichtband, das Album “The Hope Six Demolition Project” und der Film "A Dog Called Money". "PJ reist sonst anders", sagte Murphy im Dlf.

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Libanesische Künstlerin Caline Aoun Drucken bis zur Erschöpfung

Die 1983 in Beirut geborene Caline Aoun hockt über ihrer Arbeit: Im Hintergrund hängen ihre Drucke an der Wand (Luis Do Rosario)

Die Kunst der Libanesin Caline Aoun ist eine Antwort auf die digitalen Zeiten: Sie lässt Tintenstrahldrucker wandfüllende Bilder drucken und Druckerfarben in Springbrunnen sprudeln. Das Ziel: Skulpturen zu schaffen, die uns in den flüchtigen Zeiten der Digitalisierung ein bisschen Erdung verspricht.

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Sammler Koos van WeringhDer Mann der tausenden Karikaturen

Der Karikaturensammler Koos van Weringh sitzt in seinem Wohnzimmer am Schreibtisch (Deutschlandradio/Sarah Mahlberg)

Die eigene Wohnung als Archiv: Der Wahlkölner Koos van Weringh sammelt seit 70 Jahren Karikaturen – und ist damit schon für Museen zur bekannten Größe geworden. Dem DLF gewährt er Einblick in seine Schränke.

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Neue FilmeVon Rennfahrern und Reisenden

Sicht auf drei Rennautos von hinten, 1966 (www.imago-images.de)

Was hat eine Indie-Ikone zu ihrem Album inspiriert? Welche Wege gehen Menschen auf der Suche nach dem Schönen und Guten? Und warum hat US-Autobauer Ford der Konkurrenz von Ferrari den Kampf angesagt? Antworten geben die neuen Filme dieser Woche: "PJ Harvey", "But Beautiful" und "Le Mans 66".

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Neues Buch von René MarikEine Jugend in der Provinz

Komiker Rene Marik gestikuliert (dpa / Patrick Seeger)

Nach Bühnenpause und Comeback hat der Puppenspieler und Künstler René Marik ein Buch geschrieben: "Wie einmal ein Bagger auf mich fiel" beschreibt seine Jugend im Westerwald. "Man entwickelt so einen Abstand, und mit dem kann man viele Sachen nicht so ernst nehmen", sagte Marik im Dlf.

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Comic "Der analoge Mann"Wider die Schlauheit des Internets

(Reprodukt Verlag)

Andreas Michalke ist ein Urgestein der Berliner Punk- und Comicszene und hat in den 80er-Jahren die erste autobiografische Langzeit-Comicserie in Deutschland gezeichnet. Mittlerweile ist der Nonkonformist über 50, hat nach wie vor kein Smartphone und liefert lieber neue Anekdoten aus Kreuzberg.

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Film der Woche: "The Irishman" Die Mafia-Welt als düsteres Epos

Szene aus dem Film "The Irishman" mit Al Pacino als Jimmy Hoffa und Robert De Niro. (picture alliance / Netflix)

Der Mafia-Killer Frank Sheeran steht im Mittelpunkt von Martin Scorseses neuem dreieinhalb Stunden langem Epos "The Irishman". Darin wirkt die Welt der Gangster nicht mehr glamourös oder anziehend. Es geht um die dunkle Seite des Menschen, um Verrat, Reue und Trauer.

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Jubiläum von Michael Ende„Ich schreibe eigentlich nicht für Kinder“

Michael Ende und Radost Bokel sehen sich das Momo Drehbuch an (dpa)

Heute wäre Michael Ende 90 Jahre alt geworden. Bekannt ist er unter anderem für "Die unendliche Geschichte" oder "Momo". Der neue Essayband "Mehr Phantasie wagen. Ein Manifest für Mutige" zeigt den Schriftsteller von einer noch unbekannten Seite.

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Der Sound von Los AngelesMusikalische Welten in einem Hotel

Der Broadway in der Innenstadt von Los Angeles. (dpa /Bernd Settnik)

Die US-Metropole Los Angeles ist von ganz unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägt worden – auch in der Musik. Das Projekt "Rhythms of the City" würdigt jetzt dieses vielfältige Erbe, indem mehr als 100 Musiker in einem Gebäude gemeinsam auftreten.

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Doku-Serie "Warum wir hassen"Zwischen Hass und Hoffnung

Ein Mann schreit in einer Gruppe von Demonstranten bei einem Fackelmarsch. (ZDF/ anadolu agency/ corum)

Die sechsteilige Doku-Serie "Warum wir hassen" der Oscarpreisträger Steven Spielberg und Alex Gibney geht den Ursachen für die zunehmend hasserfüllte Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft nach. An historischen und aktuellen Beispielen zeigt die Serie aber auch, dass es Auswege gibt.

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Kunstausstellung "Illusion Natur. Digitale Welten"Virtuelle Sehnsuchtsorte

(Miguel Chevalier und VG Bild-Kunst, Bonn 2019 )

Dem KI-Hype, VR-Brilleneinsatz und PC-Bezug zum Trotz: "Die Natur als Sehnsuchtsort ist ein starkes Thema in der digitalen Kunst", sagte Kuratorin Ina Fuchs im Dlf. Das zeigt die Ausstellung "Illusion Natur. Digitale Welten" im Museum Sinclair-Haus.

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Computerspiel "Death Stranding"Das bizarre Game von Stardesigner Hideo Kojima

Ausschnitt aus dem Computerspiel "Death Stranding": Am Eingang einer Höhle ist die Silhouette eines Mannes zu erkennen. (IGDB/ Kojima Productions)

Hypnotisch, anstrengend, bizarr und moosig: Das ist "Death Stranding", das neueste Werk des berühmten Computerspieldesigners Hideo Kojima. Wenig war im Vorfeld über das Spiel bekannt geworden, jetzt ist es erschienen und man fragt sich: Ist das Kunst oder kann das weg?

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"Magdalene" von FKA TwigsHeiliges Leiden

(Matthew Stone)

"Magdalene" ist das zweite Album der Britin Tahliah Debrett Barnett alias FKA Twigs. In ihren experimentellen und zugleich eingängigen Songs setzt sie sich mit der biblischen Figur der Maria Magdalena auseinander, die zu einer Projektionsfläche für feministische Anliegen wird.

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Bonnie 'Prince' Billy mit "I Made A Place"„Der erste und letzte Freak”

Sänger Will Oldham bei einem Auftritt beim Eaux Claires Music Festival in Eau Claire, Wisconsin (imago stock&people)

Seit einem Vierteljahrhundert ist Bonnie „Prince“ Billy der sonderbarste Sonderling in der US-amerikanischen Country-Szene. Mit „I Made A Place“ erscheint jetzt zum ersten Mal seit acht Jahren ein Album mit neuen Songs. Sie sind ebenso heiter wie unheimlich doppelbödig.

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Synthesizer-Musik von Serge Blenner"Ich hätte viel mehr machen können, das weiß ich selber"

(Bureau B)

Der französische Komponist Serge Blenner hat in den 1980er Jahren mit „La Vogue“ und „Magazine Frivole“ zwei vergessene Alben aufgenommen. Das Hamburger Label Bureau B hat sie neu aufgelegt. "Das war wie ein Kindergarten", erinnert sich Blenner im Corsogespräch an sein Frühwerk.

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Zahlen im Hip-HopVon Postleitzahlen und Festnetznummern

Grim104 und Testo - zusammen sind sie das Berliner Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin (Torben Waleczek / Deutschlandradio)

Den richtigen Namen als Künstler finden: Eine schwierige Aufgabe. Gerade Rapper nutzen da oft einen Trick: Sie nehmen Zahlen. Die inflationäre Nutzung nummerischer Codes ist nicht bloß ein künstlerisches Sprachspiel. Hinter den Zahlenspielereien steckt auch viel Lokalpatriotismus.

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Jugend ohne Mauer"Mir war es wichtig, die Atmosphäre festzuhalten"

Das Bild ist mit dem Teleobjektiv aufgenommen und zeigt viele Wohn- und Hochäuser, dazwischen Bäume.  (dpa / Rainer Jensen)

Tattoos, Piercing, coole Pose: Der Fotoband "Land in Sonne" zeigt Jugendliche im Osten Berlins, die ohne Mauer aufgewachsen sind. Christine Fenzl hat nach der Wende den Osten mit dem Fahrrad bereist und junge Menschen abgelichtet. "Jugendliche sind ziemlich offen", sagte die Fotografin im Dlf.

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Chanson zum MauerfallDie Mauer ist auf! Juhu!

Denkmal zum Tag der Maueröffnung am 11.11.1989 zwischen Stapelburg und Eckertal, ehemalige innerdeutsche Grenze, Sachsen-Anhalt, Deutschland, Europa  (dpa / imageBROKER / Gabriele Hanke)

30 Jahre Mauerfall - das Jubiläum hat Thomas Pigor zu einem Chanson inspiriert. Er singt von Soljanka und Bananen, Vokuhila und Audiokassetten, von David Hasselhoff und Helmut Kohl. "Wer damals klein oder noch nicht gebor´n war sollte wissen: Es war eine andere Welt".

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Radiohead-Doku bei ArteKein Sklave dieses einen Songs

Radiohead-Frontmann Thom Yorke während eines Konzerts in Mexiko City im Oktober 2016. (dpa / EFE / OCESA)

Mehr als vierzig Millionen verkaufte Alben weltweit und eine Evolution vom Britpop und Rock-Sound zur Band mit experimentellem und konsequent eigenem Stil. In den internationalen Feuilletons sind Radiohead Kritikers Liebling. Auch Schriftsteller, Philosophen und Musikwissenschaftler sind hingerissen.

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Is was !? Aufreger der WocheVom Thüringer Wald, da komm' ich her

Das neugewählte Nürnberger Christkind, Benigna Munsi, gibt eine Pressekonferenz. (dpa /Nicolas Armer)

Die CDU schlingert wie ein schlecht bereifter Trabi durch den Thüringer Wald, die GroKo in Berlin frisiert sich das eigene Zeugnis, und der AfD scheint das Konzept ‘Perücke’ nicht geläufig zu sein.

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Cloud R&B im DialektKönigsbiene im Flow

((c) Raphael Moser)

Klischees versus Stilbrüche: So arbeitet Hunney Pimp. Über verträumten Electro Sound singt sie laszive Refrains und rappt starke Ansagen - im österreichischen Slang. Und statt Hoody trägt sie Retro-Look. So plakativ wie der Name, so vielschichtig ist sie als Act.

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Deutschlandpremiere von Martin PuntigamSchmutzige Details eines Scheidungskriegs

(© Lukas Beck)

Getarnt als Lebensrückblick eines Glückspilzes macht der österreichische Kabarettist Martin Puntigam in seinem neuen Solo eine Unglücks-Bilanz auf. Doch die Mischung aus persönlichen Pech-Erfahrungen und globalen Katastrophen-Szenarien lässt das Abgründige vermissen.

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Dokumentarfilm über Mario Adorf"Er will sich selbst ein Geheimnis wahren"

Dominik Wessely und Mario Adorf im Anzug und mit Schal vor einem blauen Hintergrund (imago stock&people / Manuel Romano)

Hollywoodheld und Fassbinderdarsteller, wohnhaft in Italien und geboren in der Eifel. Der Dokumentarfilm "Es hätte schlimmer kommen können", zeichnet das facettenreiche Leben des Schauspielers Mario Adorf nach. "Seine Charaktere werden nie von ihm denunziert", sagte Regisseur Dominik Wessely im Dlf.

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"Lindenstraße" in der Deutschen Kinemathek"Den Mauerfall gibt es da nicht"

Ehepaar Beimer im Bett  (imago stock&people)

Nach 1758 Folgen wird Schluss sein, der WDR setzt die Langzeitserie "Lindenstraße" ab. Über drei Jahrzehnte bildete die Soap bundesrepubli-kanische Zeitgeschichte ab. Die Deutsche Kinemathek Berlin stellt eine Episodenauswahl aus. "Die Lindenstraße war fast eine Art gefilmte Zeitung", sagte Kuratorin Klaudia Wick im Dlf.

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Der Klavierkabarettist Matthias ReuterDas Dilemma der Kleinkunst

Matthias Reuter ((c) Harald Hoffmann)

„Wenn ich groß bin, werd ich Kleinkünstler“ heißt das aktuelle Programm des Kabarettisten Matthias Reuter. Aber er hat auch ein neues Buch am Start, das den seltsamen Titel trägt „Rentnerfischen im Hallenbad“. "Ich bin ein bisschen in den Kleinkunstbereich reingerutscht," so Matthias Reuter im Dlf.

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Neue FilmeClevere Schachzüge

Blick auf einen Kampffliegerpiloten im 2. Weltkrieg (www.imago-images.de)

Von einem Flüchtlingsjungen, der in Frankreich zum Schachchampion wird, erzählt „Das Wunder von Marseille“. An die Wende im Pazifikkrieg 1942 erinnert der Kriegsfilm „Midway – Kampf um Freiheit“. Das Leben von Englands König Heinrich V. rekonstruiert die Netflix-Produktion „The King“.

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Politthriller "The Report" Wenn der Staat foltert und es vertuscht

Adam Driver sitzt am Schreibtisch hinter zwei großen Papierstapeln (www.imago-images.de / Amazon Studios)

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Politthriller „The Report“ davon, wie ein Mitarbeiter einer US-Senatorin einen Bericht über das sogenannte „Haft- und Vernehmungsprogramm“ der CIA zu verfassen sucht, um damit die Folterpraktiken des US-Geheimdienstes ans Tageslicht zu bringen.

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@WorstofchefkochDie Kochshow des Grauens

 Während Lukas Diestel (l) aus dem Buch "Worst of Chefkoch" vorliest, zeigt Jonathan Löffelbein Fleischwürste (dpa (Christina Storz))

Seit 2017 sammeln Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein auf ihrem Blog "Worst of chefkoch" die schrecklichsten Kochideen aller Zeiten. Natürlich nicht ohne spitzzüngige Kommentare, die auch live in ihrer Anti-Kochshow zu erleben sind. "Die Leute dürfen das probieren", so Jonathan Löffelbein im Dlf.

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Salzburger Stier Preisträgerin Sarah BosettiEin Genre für sich

Porträt der Kabarettistin Sarah Bosetti, sie zeigt den Mittelfinder, auf dessen Spitze ist ein Herz (privat)

Die Kabarettistin Sarah Bosetti verwandelt Hasskommentare in Liebeslyrik, seziert die Sprache des Alltags und thematisiert Populismus und Feminismus. Dafür hat sie jetzt den Salzburger Stier 2020 bekommen. "Ich finde Feminismus notwendig, es ist aber kein Hobby von mir," sagte Sarah Bosetti im Dlf.

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Neues Streaming-Portal AppleTV+Benutzerunfreundliche Oberfläche, aber starke Inhalte

Eine Person tippt mit dem Finger auf ein Tablet. (imago / Jochen Tack)

Die etablierten Streaming-Anbieter bekommen namhafte Konkurrenz. Apple hat am Freitag seinen Streaming-Dienst Apple TV+ gestartet. Damit stärke das Unternehmen den eigenen Mythos und erweitere auch den Geschäftsbereich, meint Serienkritiker Julian Ignatowitsch.

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Festival über VoyeurismusVon Spannern, Stalkern und ganz normalen Gaffern

Karlheinz Böhm schultert eine Kamera und bedroht eine Frau mit einem spitzen Gegenstand. (imago stock&people)

In Zeiten allumfassender Datenspeicherung erscheint einem das Festival über Voyeurismus im Filmmuseum Frankfurt geradezu erschreckend. Doch am Wesen des gestohlenen Blicks hat sich seit analogen Kamerazeiten womöglich gar nichts geändert.

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RAF Camoras "Zenit"Düster, aber elegant

RAF Camora (bürgerlich Raphael Ragucci) während eines Auftrittes im Rahmen des Sputnik SpringBreak Festival 2018 (imago stock&people/ STAR-MEDIA)

Der Österreicher Raphael Ragucci alias RAF Camora hat mit „Zenit“ die kompakte und stimmige Essenz einer langen Diskografie vorgelegt. Nach drei extrem erfolgreichen Jahren soll jetzt auf dem Höhepunkt der Karriere Schluss mit Rap sein.

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Neue Nostalgie im PopVerlorenes Gemeinschaftsgefühl

(Max Grube)

Immer mehr Musiker greifen auf altbekannte Hits zurück, auf die sich damals jeder einigen konnte. Heutzutage scheint es diese Stücke immer seltener zu geben. Nicht zuletzt wegen der Streamingdienste.

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Sudan Archives mit „Athena"Wie eine Göttin

Die US-amerikanische Musikerin Sudan Archives heißt mit bürgerlichem Namen Brittney Parks. Sie hat sich das Geigespielen als Grundschülerin selbst beigebracht. (Jack McCain)

„Athena“ heißt das Debütalbum der US-amerikanischen Musikerin Brittney Denise alias Sudan Archives. Darauf groovt sich die Sängerin und Geigerin durch unterschiedliche Musikkulturen und elektronische Sounds und verwandelt dabei die Geige in ein völlig neuartiges Instrument.

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Nationalismus im PopMiefiger Schlager plötzlich modern

Der Südtiroler Saenger Philipp Burger bei einem Konzert mit seiner Band Frei.Wild im Velodrom in Berlin.  (picture alliance / Eventpress Hoensch)

Rammsteins „Deutschland“, europäische Identitäten beim ESC: die Gesellschaft für Popularmusikforschung diskutiert in Mainz den Begriff der „Nation“ im Pop. Bei "20, 25 Prozent rechter Gesinnung in der Bevölkerung", so Leiter Thorsten Hindrichs, sei klar, "dass sich das in der Popmusik abbildet.“

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Serie „Wir sind die Welle“Einfache Wahrheiten

Auf dem Bild sind Aktivisten bei einer Protestaktion zu sehen. Sie tragen gruselige Horror-Masken (Netflix / Bernd Spauke)

Die Netflix-Serie „Wir sind die Welle“ holt den Jugendbuch-Klassiker in unsere heutige Zeit und zeigt eine rebellische Widerstandsbewegung. Dabei berührt sie viele aktuelle Krisenthemen, bleibt aber meist zu oberflächlich.

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Pellegrin-Retrospektive Elend und Erhabenheit

Beirut, Libanon, im August 2006. Wenige Augenblicke, nachdem ein israelischer Luftangriff mehrere Gebäude in Dahia zerstörte. (Paolo Pellegrin/Magnum Photos)

Der italienische Fotograf Paolo Pellegrin ist für seine Kriegsreportagen vielfach ausgezeichnet worden. Die Ausstellung „Un’antologia“ zeigt in den Hamburger Deichtorhallen über 200 seiner Fotos. "Es sind Bilder", sagt Kurator Ingo Taubhorn, "die uns an Orte führen, die für uns unerreichbar sind."

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Doku über Jane Birkin Die Lieblingsbritin der Franzosen

Mit sanften Rehaugen und ihrem unverwechselbaren britischen Akzent eroberte Jane Birkin Ende der 1960er-Jahre die Herzen der Franzosen (Jean-Pierre Fizet/Albina/ORTF)

Mit ihrem unverkennbaren britischen Akzent und einer gehauchten Engelsstimme wurde Jane Birkin vor 50 Jahren zur Lieblingsbritin und Ikone der französischen Popkultur. Eine neue Arte-Dokumentation zeigt sie als Schauspielerin, Sängerin und als Frau, die sich immer wieder neu erfindet.

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Ausstellung "Time is Thirsty"Der Duft der 90er-Jahre

(Jorit Aust)

Das Ende des Kalten Krieges, Techno, Sportswear als High Fashion, erstes Internet: Die 90er-Jahre sind Thema der Ausstellung „Time is Thirsty“ in der Kunsthalle Wien. Es soll eine Schau sein, "in die man eintauchen kann", sagte Kurator Luca Lo Pinto im Dlf. "Etwas, worin man sich verliert."

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Neue Indie-GamesReptilien, Tod und Metal

Screenshot aus "Later Alligator": Der Detektiv hält einen Notizblock in der Hand und befragt einen Trickbetrüger-Alligator (Pillow Fight Games)

Ein Blick auf drei neue Indiegames: In „Later Alligator“ trifft das Noir-Genre auf niedliche Reptilien, „Valfaris“ setzt dem Metal der 80- und 90er-Jahre ein Denkmal und in „Felix The Reaper“ tanzen die Spieler den Tod herbei.

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Prince-Autobiografie „The Beautiful Ones“Unvollendete Selbstauskünfte eines schillernden Genies

Prince Rogers Nelson auf der "Purple Rain"-Tour. (Imago/Cinema Publishers Collection)

"The Beautiful Ones" war das letzte große Projekt des Popstars Prince. Die unvollendete Autobiographie ist nun auch auf Deutsch erschienen. Besonders interessant findet unser Rezensent neben den persönlichen Notizen von Prince die Erinnerungen von Co-Autor Dan Piepenbring.

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Neue FilmeLiebe, Tod und Comedy

Zwei Frauen stehen Stirn an Stirn am Meer (www.imago-images.de)

Von der Liebe einer Malerin und ihrem Modell im 18. Jahrhundert handelt "Porträt einer jungen Frau in Flammen", vom Kampf eines schwarzen Stand-up-Comedien der Eddie-Murphy-Film "Dolemite Is My Name". Und der Film "Zwingli" porträtiert den Züricher Reformator aus dem 16. Jahrhundert.

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Theater über Tagebau"Als sei eine Seuche ausgebrochen"

Ein Abrissbagger zerstört am 09.01.2018 in Erkelenz - Immerath (Nordrhein-Westfalen) einen Turm des Immerather Doms. Der Ort Immerath muss dem nahenden Braunkohletagebau Garzweiler weichen.  (picturte-alliance/dpa/Federico Gambarini)

Entwurzelte Bäume, Häuser, Menschen - der Verlust der Heimat prägt die Braunkohleregion. Regisseurin Eva-Maria Baumeister hat das Thema künstlerisch umgesetzt. "Am Ende steht die große Frage: Muss man in diesem Land Grenzen überschreiten, um gehört zu werden", sagte sie im Dlf.

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"Jesus is King" von Kanye WestRapper mit Mission

Kayne West auf der Paris Fashion Week. (Getty Images / Pascal Le Segretain)

Was Rapper Kanye West auf seinem neuen Album präsentiert, sagt viel über seinen Lebenswandel aus: Er selbst sieht sich als wiedergeborener Christ. Daraus resultiere aber auch ein persönlicher Konflikt, sagte Musikkritiker Falk Schacht im Deutschlandfunk.

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Film der Woche: "Das perfekte Geheimnis"Die (nicht ganz so) glorreichen Sieben

Schauspieler, Produzent und Regisseur von "Das perfekte Geheimis" bei der Filmpremiere  (www.imago-images.de)

Ein Abendessen unter sieben Freunden nimmt einen chaotischen Verlauf, als die Tischrunde ein verräterisches Spiel beginnt. Mit "Das perfekte Geheimnis" hat "Fack ju Göhte"-Regisseur Bora Dagtekin ein deutsches Remake des italienischen Komödienerfolgs "Perfetti sconosciuti" aus dem Jahr 2016 gedreht.

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Ausstellung "After the Wall""Gesellschaftliche Änderungen zeigen sich im Design"

184 (Björn Dahlgren)

Von Ikea-Tasche bis zum "CK One"-Flacon: Die Ausstellung "After the Wall" im Vitra Design Museum zeigt Objekte der letzten drei Jahrzehnte, die auch gesellschaftliche Themen veranschaulichen: Geschlechterfragen, Demokratie, Digitalisierung. "Design ist digital", sagte Kuratorin Erika Pinner im Dlf.

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Doku zum Weltwirtschaftforum Von Geschäftemachern und Weltrettern

Jair Bolsonaro, President of Brazil and Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman, World Economic Forum during the Session: “Special Address by Jair Bolsonaro, President of Brazil“ at the Annual Meeting 2019 of the World Economic Forum in Davos, January 22, 2018. Congress Centre – Congress Hall Copyright by World Economic Forum / Christian Clavadetscher (Christian Clavadetscher)

Donald Trump, Jair Bolsonaro, Angela Merkel - Regisseur Marcus Vetter hat exklusiv hinter die Kulissen des Weltwirtschaftsforums in Davos geschaut. Und dabei auch die Intention des Forums-Gründers hinterfragt, der von Beginn an versuchte, "die Welt zu einem besseren Ort zu machen", so Vetter im Dlf.

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