
Der Kollaps zweier Finanzinstitute in den Vereinigten Staaten hatte Sorgen vor einer internationalen Bankenkrise ausgelöst. In der Folge kam es zu Kurseinbrüchen vieler Banken auch in Europa. Bei der ohnehin angeschlagenen Credit Suisse wurde dies gestern besonders deutlich. Ihre Aktien sanken zeitweise um gut 30 Prozent auf ein Rekordtief.
Die Schweizer Nationalbank hatte am Abend zusammen mit der Finanzmarktaufsicht Finma mitgeteilt, bei Bedarf werde man die Liquidität der Credit Suisse sicherstellen. Es gebe derzeit zudem keine Hinweise auf eine direkte Ansteckungsgefahr für Schweizer Institute aufgrund der Probleme der US-Banken, hieß es weiter.
Bundesfinanzminister Lindner sagte im ARD-Fernsehen, durch die Probleme der Credit Suisse und mehrerer US-Banken sehe er die Stabilität des deutschen Finanzsystems nicht gefährdet. Ifo-Chef Fuest äußerte sich dagegen besorgt, und zwar vor allem mit Blick auf die Pleite der amerikanischen "Silicon Valley Bank". Diese habe in hohem Maße länger laufende Anleihen gekauft, deren Kurse durch die steigenden Zinsen gefallen seien, sagte Fuest der Mediengruppe Bayern. Das könne zum Problem werden, wenn Banken das Risiko nicht absicherten.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
