Medienberichte
CSD-Attentäter war offenbar schon seit Wochen als islamistische "Hochrisiko-Person" eingestuft

Der Berliner CSD-Attentäter war laut Medienrecherchen von den Sicherheitsbehörden seit Wochen als islamistische sogenannte "Hochrisiko-Person" eingestuft.

    Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sprechen mit Personen neben einem Zelt nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).
    Die Polizei hat den mutmaßlichen Attentäter vom CSD erschossen. Der Tatverdächtige war den Behörden bekannt. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichteten, kam das Bundeskriminalamt durch sein Risiko-Bewertungsinstrument "RADAR-iTE" zu dieser Einschätzung. Bislang war nur bekannt, dass der Islamist als "Gefährder" eingestuft wurde. Weiter heißt es, der Hauseingang des Mannes sei mit einer Kamera überwacht worden. Am Samstagabend sei gegen 21 Uhr aufgezeichnet worden, wie der 21-Jährige das Haus verlassen habe. Rund eine Stunde später beging er nach den bisherigen Erkenntnissen den Anschlag mit einer Toten und 29 Verletzten. Der Deutsche mit libanesischem Migrationshintergrund war am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.
    Wegen des Anschlags steht das Amtsgericht Tiergarten in der Kritik. Es hatte eine Vorbewährung ausgesprochen, obwohl der Islamist versucht hatte, sich in Syrien der IS-Terrormiliz anzuschließen und deshalb wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt wurde.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.