
CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Verbotsdebatte gehe an der Wirklichkeit vorbei. Stattdessen brauche es mehr Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche und einen besseren Schutz vor jugendgefährdenden Angeboten. Dafür müsse die Politik die Betreiber der Plattformen in die Pflicht nehmen.
Dafür sprach sich auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dröge aus. Sie sagte im Deutschlandfunk, Verbote allein lösten das Problem nicht. Es gebe verschiedene Ansätze wie abgestufte Altersvorgaben und mehr Medienkompetenz. Dröge forderte, in der Debatte müsse man junge Menschen mit an den Tisch holen.
Auch Fachleute gegen Social-Media-Verbote - SPD begrüßt CDU-Vorstoß
Zahlreiche Fachverbände, Jugendorganisationen, Pädagogen und Schüler kritisieren die Verbotsüberlegungen. Sie fordern Medienbildung, Regulierungen der Plattformen und Wahrung der Teilhaberechte von Jugendlichen an Information, politischer Partizipation, Lernangeboten und Unterhaltung.
Die SPD indes begrüßte den Beschluss des Koalitionspartners CDU. Der Parlamentarische Geschäftsführer Wiese sagte der "Bild am Sonntag", die Koalition sollte zeitnah im Bundestag ein konkretes Gesetz verabschieden. SPD-Generalsekretär Klüssendorf sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, suchtverstärkende Algorithmen, Hass und Mobbing könnten Kinder und Jugendliche stark gefährden und krank machen. Deshalb müsse der Staat endlich entschieden eingreifen.
CDU will Social-Media-Verbot bis 14 Jahre
Auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart hatten sich die Delegierten gestern mit klarer Mehrheit für eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke ausgesprochen. Die SPD ist seit längerem für eine solche Regelung. Umstritten ist der Vorstoß in der CSU. Parteichef Söder bezeichnete das Vorhaben als realitätsfremd.
Diese Nachricht wurde am 22.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



