Energieversorgung
CSU setzt auf Rückkehr der Atomkraft

Bei der Energieversorgung in Deutschland setzt die CSU trotz des Atomausstiegs auf eine Rückkehr der Kernenergie.

    Blick auf das AKW mit den beiden großen grauen Kühltümen unter blauem Himmel mit Wolken. (Archivbild)
    Die Kühltürme des Atomkraftwerks in Grundremmingen vor der Sprengung. Das AKW wurde im Zuge des Atomausstiegs 2025 gesprengt. (dpa / Dwi Anoraganingrum)
    Konkret fordert die Partei den Bau von Mini-Atomkraftwerken und die Erforschung einer Kreislaufwirtschaft. Das Ziel sei "eine Kernenergie ohne radioaktive Abfälle", heißt es in einem entsprechenden Positionspapier. Deutschland müsse bei der Atomforschung "vom Nachzügler wieder zum Vorreiter werden". Das Papier soll bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten in der kommenden Woche im Kloster Seeon beschlossen werden.
    Der Koalitionspartner SPD reagierte kritisch auf den Vorstoß. Atomkraft sei "die teuerste Form der Energiegewinnung" und werde dies angesichts "der günstigen erneuerbaren Energien auch bleiben", sagte die sozialdemokratische Energiepolitikerin Scheer.
    Deutschland hatte den Atomausstieg 2011 auch mit den Stimmen der CSU beschlossen und die letzten Kernkraftwerke 2023 vom Netz genommen.
    Diese Nachricht wurde am 01.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.