Kloster Seeon
CSU will Migranten aus Syrien schneller abschieben

CSU-Landesgruppenchef Hoffmann hat Forderungen seiner Partei bekräftigt, Migranten aus Syrien mit subsidiärem Schutz schneller in ihr Heimatland abzuschieben.

    Blick über den Klostersee auf das Kloster Seeon
    Die CSU beginnt ihre Winterklausur im Kloster Seeon. (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
    Hoffmann sagte im Deutschlandfunk, wer, wenn nicht die Syrer selbst, sollten ihr Land wieder aufbauen. Zugleich verwies er darauf, dass bereits eine Million Menschen in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Zu einem funktionierenden Asylsystem gehöre am Ende auch, diejenigen abzuschieben, die keinerlei Bleibeperspektive hätten. Dazu zählten etwa Straftäter, erklärte Hoffmann vor Beginn der dreitägigen CSU-Klausurtagung im oberbayerischen Kloster Seeon.
    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, nannte die CSU-Pläne zur Migration einen "schweren Fehler mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Deutschland". Die große Mehrheit der seit 2015 nach Deutschland Geflüchteten sei mittlerweile ein fester Bestandteil des Arbeitsmarkts und der Gesellschaft in Deutschland. Eine Abschiebeoffensive könne die deutsche Volkswirtschaft erneut in die Rezession treiben, da kurzfristig mehrere Hunderttausend Jobs verloren gingen.
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.