Standort-Schließungen
Curevac-Gründer wirft Biontech Täuschung vor

Nach der Ankündigung des Impfstoffherstellers Biontech, mehrere Standorte zu schließen, übt der Gründer des Biotechunternehmens Curevac Kritik.

    Impfstoff-Entwickler und Curevac-Gründer Ingmar Hoerr im Schlosslabor Tübingen (Archivfoto von Februar 2021)
    Impfstoff-Entwickler und Curevac-Gründer Ingmar Hoerr kritisiert Biontech-Standortschließungen. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der Konzern aus Tübingen war Ende 2025 von Biontech übernommen worden. Curevac-Gründer Hoerr sprach von Täuschung. Er erklärte der Deutschen Presse-Agentur , vermutlich sei es bei der Übernahme von vornherein nur darum gegangen, Patentstreitigkeiten zu umgehen, und nicht darum, gemeinsam ein starkes Unternehmen zu werden. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie kritisierte, mit den Einsparungen schade Biontech nicht nur den Beschäftigten, sondern auch der Resilienz des Pharmastandorts Deutschland. 
    Neben dem Tübinger Standort will Biontech auch Produktionsstätten in Idar-Oberstein und Marburg schließen. Begründet wird dies mit einer zu geringen Auslastung und Überkapazitäten.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.