
Kurdische Milizionäre weigerten sich, mehrere umkämpfte Stadtteile in Aleppo zu verlassen. Dazu hatte das Verteidigungsministerium in Damaskus nach der Verkündung einer Waffenruhe aufgefordert. Der Gemeinderat von zwei kurdisch kontrollierten Vierteln teilte mit, man habe sich entschieden, die Bezirke zu verteidigen. Jede Form der Kapitulation werde abgelehnt.
Seit Dienstag hatten sich Truppen der islamistischen Übergangsregierung und kurdische Kämpfer Gefechte in Aleppo geliefert. Tausende Zivilisten sind auf der Flucht, mehr als 20 Menschen sollen getötet worden sein.
Seit dem Sturz von Machthaber Assad im Dezember 2024 wird das nordsyrische Aleppo von der neuen islamistischen Übergangsregierung kontrolliert. Mehrere Stadtviertel stehen allerdings noch unter der Kontrolle kurdischer Einheiten.
Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
