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Das Letzte in Kürze

Ein spektakulärer Kunstraub hat, allerdings nur kurz, für eine gewisse Panik unter britischen Kunstkennern gesorgt. In der Nacht zum Sonntag waren aus der angesehenen 'Whitworth Art Gallery’ in Manchester drei Bilder von Van Gogh, Picasso und Gauguin gestohlen worden, deren Wert rund sechs Millionen Euro beträgt. Wenig spektakulär war der Ort, an dem die drei Aquarelle nach einem anonymen Hinweis heute aufgefunden wurden: Es handelt sich um eine nicht mehr benutzte öffentliche Toilette ganz in der Nähe der Galerie. Dass die Diebe selbst zu den Kunstliebhabern gehören, ist eine Vermutung, die nicht nur durch die prinzipielle Unverkäuflichkeit der Werke gestützt wird. Der oder die Täter sollen am Fundort einen Zettel hinterlassen haben mit der Aufschrift: "Wir haben nicht beabsichtigt, diese Gemälde zu stehlen, sondern wollten nur Missstände bei der Sicherheit offen legen." – Der jährliche Schaden in britischen Museen durch Kunstdiebstahl beträgt nach einem Bericht des Guardian 450 bis 750 Mio Euro.

    Der Schauspieler Wolfgang Dehler ist tot. Wie der MDR mitteilte, verstarb Dehler bereits am Freitag in Rio de Janeiro. Er war einer der bekanntesten Schauspieler in der ehemaligen DDR, der in zahlreichen DEFA-Filmen mitspielte und Anfang der 70er Jahre auch für einige Zeit Mitglied des DDR-Fernsehensembles war. Dehler hatte seine Karriere nach einem Studium an der Theaterhochschule mit Engagements in der sächsischen Messestadt, in Weimar und in Dresden begonnen. Er trat zudem in der Berliner Komischen Oper und der Volksbühne auf. Dehlers Wandlungsfähigkeit war enorm. Er spielte den Faust und Richard III., den Nathan und Othello, verlieh historischen Persönlichkeiten wie August dem Starken und Otto von Bismarck unverwechselbare Gestalt und trat auch bei den Störtebeker-Festspielen in Ralswiek auf Rügen auf. Zudem arbeitete Dehler als Regisseur.

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