Eines zeichnet dabei alle diese Produkte aus. Sie sind durchweg sündhaft teuer. Aber - sind sie auch nötig?
Bei unseren Untersuchungen ist herausgekommen, dass eigentlich diese Nahrungsergänzungsmittel gerade von den Leuten eingenommen werden, die es am wenigsten nötig haben.
Das sagt der Mediziner Christian Barth vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Rehbrücke bei Potsdam ...
Es gibt keine Studie weltweit, die belegt, dass eine Supplementierung einen zusätzlichen Nutzen für die Leistungsfähigkeit bringt. Das muss man den Sportlern aber halt immer und immer wieder erklären ...
Das sagt der Ernährungs- und Sportmediziner Kurt-Reiner Geiß, Dozent an der Universität Frankfurt am Main ...
Über die Nahrungsergänzungsmittel als solche liegt fast nichts vor. Was man nicht weiß, ist, ob diese Ergänzungsmittel überhaupt gebraucht werden ...
... sagt Helmut Erbersdobler, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Nicht, dass die Herren falsch verstanden werden! Ausdauersportler wie Marathon-Trainierende haben durchaus einen erhöhten Nährstoff-Bedarf. Und wer seinem Körper viel abverlangt, der muss aufpassen, dass es ihm nicht an dem einen oder anderen Vitamin oder Spurenelement mangelt.
Doch warum - und das ist die Frage - soll sich das alles nicht mit einer normalen, ausgewogenen Ernährung bewerkstelligen lassen? Mit viel Obst und Gemüse. Mit Milch- und Vollkornprodukten. Mit Fisch. Und durchaus auch mit dem vielzitierten "Sportler-Steak" anstelle von Multivitamin- und Mineralstoff-Pillen ...
In den Multis sind zehn Vitamine drin. Und noch ein paar Minerale und so weiter. Die stehen gegenüber Hunderten von Substanzen, von denen wir wissen, dass sie für die Gesundheit von Bedeutung sind, die eben in normalem Gemüse und Obst drin sind.
Das sagt wiederum der Ernährungsmediziner Hans-Konrad Biesalski von der Universität Stuttgart.
Einfach irgendein in der Werbung gepriesenes Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen - davon hält auch Kurt-Reiner Geiß nichts. Er rät Ausdauersportlern, ihren Nährstoff-Status in Phasen hoher Trainings-Intensität lieber vom Arzt untersuchen zu lassen:
Da kann's dann natürlich schon zu Mangelerscheinungen kommen. Und dann sind wir auch bereit, medizinisch zu arbeiten, um diesen Mangel gezielt auszugleichen. Aber es geht immer wieder darum, den Mangel gezielt auszugleichen. Nicht nach dem Gießkannenprinzip breit zu streuen und die Augen zuzumachen und zu sagen: 'Na, es muss schon von allem ein bisschen etwas dabei sein.' Also, das hat keinen Sinn.
Geiß hat hier allerdings eher Triathleten im Blick, die mehr als 20 Stunden in der Woche trainieren. Das Pensum eines Hobby-Marathonläufers ist da doch beträchtlich niedriger. Und damit auch das Risiko für einen Nährstoff-Mangel - erst recht, wenn sich der Athlet vernünftig ernährt ...
Wenn man sich daran hält und / viel Vollkornprodukte aufnimmt, nicht zu fettreich isst und Obst und Gemüse reichlich einsetzt, braucht man keine Ergänzung mehr.
Beitrag als Real-Audio
020730-Marathon-Tagebuch.ram
Bei unseren Untersuchungen ist herausgekommen, dass eigentlich diese Nahrungsergänzungsmittel gerade von den Leuten eingenommen werden, die es am wenigsten nötig haben.
Das sagt der Mediziner Christian Barth vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Rehbrücke bei Potsdam ...
Es gibt keine Studie weltweit, die belegt, dass eine Supplementierung einen zusätzlichen Nutzen für die Leistungsfähigkeit bringt. Das muss man den Sportlern aber halt immer und immer wieder erklären ...
Das sagt der Ernährungs- und Sportmediziner Kurt-Reiner Geiß, Dozent an der Universität Frankfurt am Main ...
Über die Nahrungsergänzungsmittel als solche liegt fast nichts vor. Was man nicht weiß, ist, ob diese Ergänzungsmittel überhaupt gebraucht werden ...
... sagt Helmut Erbersdobler, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Nicht, dass die Herren falsch verstanden werden! Ausdauersportler wie Marathon-Trainierende haben durchaus einen erhöhten Nährstoff-Bedarf. Und wer seinem Körper viel abverlangt, der muss aufpassen, dass es ihm nicht an dem einen oder anderen Vitamin oder Spurenelement mangelt.
Doch warum - und das ist die Frage - soll sich das alles nicht mit einer normalen, ausgewogenen Ernährung bewerkstelligen lassen? Mit viel Obst und Gemüse. Mit Milch- und Vollkornprodukten. Mit Fisch. Und durchaus auch mit dem vielzitierten "Sportler-Steak" anstelle von Multivitamin- und Mineralstoff-Pillen ...
In den Multis sind zehn Vitamine drin. Und noch ein paar Minerale und so weiter. Die stehen gegenüber Hunderten von Substanzen, von denen wir wissen, dass sie für die Gesundheit von Bedeutung sind, die eben in normalem Gemüse und Obst drin sind.
Das sagt wiederum der Ernährungsmediziner Hans-Konrad Biesalski von der Universität Stuttgart.
Einfach irgendein in der Werbung gepriesenes Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen - davon hält auch Kurt-Reiner Geiß nichts. Er rät Ausdauersportlern, ihren Nährstoff-Status in Phasen hoher Trainings-Intensität lieber vom Arzt untersuchen zu lassen:
Da kann's dann natürlich schon zu Mangelerscheinungen kommen. Und dann sind wir auch bereit, medizinisch zu arbeiten, um diesen Mangel gezielt auszugleichen. Aber es geht immer wieder darum, den Mangel gezielt auszugleichen. Nicht nach dem Gießkannenprinzip breit zu streuen und die Augen zuzumachen und zu sagen: 'Na, es muss schon von allem ein bisschen etwas dabei sein.' Also, das hat keinen Sinn.
Geiß hat hier allerdings eher Triathleten im Blick, die mehr als 20 Stunden in der Woche trainieren. Das Pensum eines Hobby-Marathonläufers ist da doch beträchtlich niedriger. Und damit auch das Risiko für einen Nährstoff-Mangel - erst recht, wenn sich der Athlet vernünftig ernährt ...
Wenn man sich daran hält und / viel Vollkornprodukte aufnimmt, nicht zu fettreich isst und Obst und Gemüse reichlich einsetzt, braucht man keine Ergänzung mehr.
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020730-Marathon-Tagebuch.ram