Badeunfälle
Das rät die DLRG beim Schwimmen in Fluss, Meer, See oder Freibad

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt angesichts der aktuellen hohen Temperaturen vor Unaufmerksamkeit beim Schwimmen. Wenn Badegäste einige Regeln beachteten, sei das Risiko eines tödlichen Unfalls deutlich geringer.

    Aus Vogelperspektive sieht man zahlreiche Badegäste in einem Wasserbecken eines Freibads schwimmen.
    Häufig sehe man einer Person nicht sofort an, dass sie im Wasser Schwierigkeiten hat, warnt die DLRG. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)
    Am Pfingstwochenende sind in diesem Jahr laut DLRG deutschlandweit mindestens elf Menschen ertrunken. Die Präsidentin der DLRG, Vogt, sprach von "alarmierenden Zahlen". Im Verlauf des Jahres 2025 ertranken laut DLRG fast 400 Menschen - viele davon an unbewachten Badestellen.

    Selbstüberschätzung, hohe Temperaturen, schlechte Schwimmkenntnisse

    Die häufigsten Gründe für tödliche Badeunfälle sind laut DLRG Hitze, Übermut und Selbstüberschätzung. Ein Sprung in trübes Wasser, ohne den Grund sehen zu können, Flüsse oder Meere mit Strömungen sowie zu weite Schwimmstrecken sind Beispiele. Auch Alkoholkonsum führe häufig dazu, dass Menschen ihre eigenen Fähigkeiten nicht mehr einschätzen könnten und zu hohe Risiken eingingen. Gerade an unbeaufsichtigten Badestellen ohne Rettungsschwimmer vor Ort ist die Gefahr groß.
    Besonders häufig verunglückten ältere Menschen, zugleich stieg die Zahl der Todesfälle unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Eine große Gruppe unter den Unfallopfern sind junge Männer. DLRG-Präsidenten Vogt erklärte dazu, diese Gruppe gehe besonders häufig vermeidbare Risiken ein.

    Richtlinien und Tipps der DLRG

    Die DLRG mahnt an, prinzipiell nur an bewachten Stelle baden zu gehen und niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Um Auswirkungen auf den Kreislauf zu minimieren, sollten Schwimmer sich kurz abkühlen und nicht überhitzt direkt ins Wasser springen.
    Die DLRG erinnert auch noch einmal alle Eltern und weitere Aufsichtspersonen, insbesondere Kinder, die noch nicht schwimmen können, jederzeit zu beobachten.
    Schwimmflügel oder eine Schwimmweste genügten im Zweifelsfalle nicht aus, um das Kind zu sichern. Auch das Seepferdchenabzeichen bedeute nicht, dass Kinder ohne Aufsicht im Wasser bleiben können. Häufig sind die Anzeichen für lebensbedrohliche Situationen im Wasser kaum zu erkennen, weil die Betroffenen keine Luft haben, um zu schreien und auf sich aufmerksam zu machen.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.