
Die Flüsse Rhein, Elbe und Donau werden als Bundeswasserstraßen geführt. Viele Waren und Rohstoffe werden über diesen Weg transportiert. Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Frachtschiffe gar nicht mehr fahren oder nur mit reduzierter Ladung. Wirtschaftsverbände rechnen deshalb mit Schäden für die deutschen Unternehmen. Experten schätzen, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent abnehmen könnte.
Auch Verbraucher werden Trockenperiode spüren
Den ausbleibenden Waren- und Gütertransport werden auch die Verbraucher im Geldbeutel spüren. Lebensmittel könnten teurer werden - aber auch für Energie könnte man mehr zahlen müssen. In Frankreich und Ungarn beispielsweise ist die Stromversorgung durch das Niedrigwasser gefährdet. Atomkraftwerke nutzen nämlich häufig das Flusswasser zur Kühlung. In Ungarn droht jetzt gar die Abschaltung eines Kernkraftwerkes.
Flusskreuzfahrten werden storniert
In den vergangenen Jahren wurden Flusskreuzfahrten immer beliebter. Nun liegen die Schiffe teilweise in den Häfen vor Anker. Aufgrund der niedrigen Pegel wurden schon einige Reisen von den Anbietern storniert.
Tierwelt betroffen
Entlang der Flüsse gibt es teilweise viele Feuchtgebiete, die Habitat für viele Tiere sind. Auch diese Feuchtgebiete trocknen aus. Zudem führt die Trockenheit dazu, dass es in diesem Jahr weniger Mücken gibt, denn die Feuchtgebiete oder Flussufer sind ideale Brutstätten für die Larven. Mücken sind besonders für Vögel eine Nahrungsquelle, die nun nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





