Archiv


Das Zodiakallicht

Gut eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang tauchen die hellsten Sterne und Planeten am Himmel auf. Eine weitere halbe Stunde später ist nur noch am Westhimmel ein schwache Aufhellung zu erkennen. Gegen 19.30 Uhr steht die Sonne 18 Winkelgrad unter dem Horizont - dann ist es physikalisch gesehen völlig dunkel.

Von Dirk Lorenzen |
    Doch der Himmel ist auch dann nicht vollkommen schwarz. Im Westen fällt Ihnen noch eine schwach glimmende Lichtpyramide auf - vorausgesetzt, Sie befinden sich an einem perfekt dunklen Beobachtungsort ohne störende künstliche Lichtquellen. Das schwache Leuchten ragt halb hoch an den Himmel. Auch die Venus steht noch innerhalb dieses Lichtkegels.

    Was da so geheimnisvoll leuchtet, ist Staub. In der Ebene des Sonnensystems kreisen nicht nur die Planeten: Dazu kommen Myriaden winziger Staubteilchen, die als große Scheibe die Sonne umgeben. Diese Partikel sind nur einige Tausendstel Millimeter groß. Jedes Teilchen reflektiert etwas Sonnenlicht - und die große Menge an Staubteilchen zaubert uns diese Lichterscheinung an den Himmel. Die Astronomen sprechen vom Zodiakallicht, weil es in den Sternbildern des Zodiaks, des Tierkreises, zu sehen ist.

    Bis zum 25. Februar ist das Zodikallicht nun auch von Mitteleuropa aus zu sehen. Danach stört der Mond mit seinem hellen Licht. Halten Sie etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang Ausschau: Dann zeigt sich der Staub unseres Sonnensystems als blasse Lichtpyramide am Westhimmel.

    Das Zodiakallicht und seine Sichtbarkeit in Mitteleuropa

    Allgemeine Informationen zum Zodiakallicht