Cyberangriff
Daten von zehntausenden Uniklinik-Patienten gestohlen

Bei einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister zahlreicher Universitätskliniken in Deutschland sind Daten Zehntausender Patientinnen und Patienten gestohlen worden. Der Dienstleister rechnet nach Auskunft der Kliniken Leistungen für Patienten mit privater oder wahlärztlicher Leistung ab.

    Eine Ärztin sitzt am Rechner und überprüft Daten eines Patienten.
    Die Stammdaten zehntausender Krankenhaus-Patienten wurden gestohlen. (imago stock&people)
    Allein die Uniklinik Köln gab an, dass 30.000 Menschen betroffen seien. Die Kriminellen erbeuteten demnach Stammdaten wie den Namen und die Adresse oder den behandelnden Arzt. Zu der Attacke sei es bereits Mitte April gekommen. In Baden-Württemberg erbeuteten die Diebe Daten von mehr als 72.000 Patienten der Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen.
    Laut dem Uniklinikum in Freiburg betrifft der Vorfall einen Teil der Patienten mit privater Versicherung, privater Zusatzversicherung sowie Selbstzahler. Demnach wurden von rund 54.000 Menschen Stammdaten gestohlen. In rund 900 Fällen seien zudem Rechnungsdaten entwendet worden. Daraus können Informationen zu Diagnose und Behandlungsart hervorgehen. Die Uniklinik werde alle Betroffenen in diesen Tagen persönlich über den Vorfall informieren, hieß es.
    Die Krankenhäuser versicherten, die Patientenversorgung oder die klinischen Systeme seien zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.