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StartseiteMarktplatzMit dem eigenen Browser Neugierige abwehren19.09.2019

DatenschutzMit dem eigenen Browser Neugierige abwehren

Wer seine Privatsphäre im Netz schützen will, kann das unter anderem über den Browser, also der Anwendung, die einem erst ermöglicht, sich durchs Internet zu bewegen. Anfangs dominierte hier der Internetexplorer von Microsoft, mittlerweile sind viele mit dem Chrome-Browser von Google unterwegs. Welche Einstellungen helfen weiter, welche Alternativen gibt es noch?

Von Philip Banse

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Die Symbole der Internetbrowser Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari und Microsoft Internet Explorer sind auf einem Computermonitor zu sehen. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
Die Symbole der Internetbrowser Apple Safari, Google Chrome, Microsoft Internet Explorer sowie Mozilla Firefox. Bekannter sind auch Opera, Vivaldi und Tor - letzterer erlaubt anonymeres Surfen im Netz. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Cookies - zu Deutsch "Kekse" - sind kleine Dateien, die auf meinem Computer gespeichert werden, wenn ich eine Webseite aufrufe. Durch Cookies kann eine Webseite mich wiedererkennen – das ist praktisch, wenn ich mich zum Beispiel nicht dauernd neu einloggen muss. Mit Cookies können mich aber Werbefirmen wiedererkennen, wenn ich von Webseite zu Webseite surfe.

Wer dieser Beobachtung - diesem Tracking - entgegenwirken will, sollte über das Menü seines Browser mal in dessen Einstellungen schauen. Denn gerade die Grundeinstellungen des Marktführers, Googles Browser Chrome, helfen eher Werbenetzwerken. Manche Webseiten beobachten ihre Besucher nicht, wenn der der Browser sie darum bittet. Bei Chrome muss man diesen Schalter "Do not track" erst aktivieren unter "Datenschutz und Sicherheit" und muss dann erst noch eine Warnung wegklicken.

Wirksamer ist es, Cookies von Drittanbietern wie Werbenetzwerken gar nicht erst auf den Computer zu lassen. Auch diese Blockade muss man bei Chrome erst aktivieren, gut versteckt unter "Datenschutz und Sicherheit" -> "Webseiten-Einstellungen" -> "Cookies". Dort kann man Chrome auch sagen, dass er jedes Mal Cookies löschen soll, wenn der Browser geschlossen wird. An dieser Stelle lassen sich auch alle Cookies löschen, die schon auf dem Rechner liegen und Werbenetzwerken helfen, den Rechner durchs Netz zu verfolgen.

Mehr Privatsphäre sichert die Nummer 2 im Browsermarkt, der Firefox, entwickelt von der gemeinnützigen Mozilla-Stiftung. Cookies von Drittanbietern, die Aktivitäten der Nutzer überwachen, werden hier schon in der Standardeinstellung nicht gespeichert. In den Einstellungen lässt sich die Privatsphäre noch weiter erhöhen – was aber bedeuten kann, dass Webseiten nicht mehr richtig funktionieren. Für diesen Fall bietet Firefox oben links in der Adressleiste einen kleinen Knopf, um vertrauenswürdigen Seiten mehr Rechte zu geben.

Um diesen Sperren für Drittanbieter-Cookies zu umgehen, tarnen sich immer mehr Werbenetzwerke als Erstanbieter-Cookies, die lange als unproblematisch galten. Apples Browser Safari blockiert daher auch einige dieser Erstanbieter-Cookies. Aktuelle Safari-Browser gibt es aber nur für Apple-Geräte.

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