Deutsche Bahn
DB-Mitarbeiter stürzt aus fahrendem Zug - Gewerkschaft GDL fordert rechtliche Konsequenzen

Nach dem Sturz eines Bahn-Mitarbeiters aus einem fahrenden Zug nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast hat die Lokführergewerkschaft GDL rechtliche Konsequenzen gefordert.

    Ein Zug steht an einem Bahnhof auf den Gleisen. Es ist Nacht.
    Die GDL sprach von einer gewaltigen Eskalationsstufe. (Melanie Keul / EinsatzReport24 / dp /)
    GDL-Chef Reiß sagte dem WDR, es brauche keinen Sicherheitsgipfel oder runden Tisch zu dem Thema, sondern Entscheidungen der Justiz. Der Gewerkschafter sprach von einer gewaltigen Eskalationsstufe. Jeder in Deutschland müsse wissen, dass ein solcher Angriff geahndet werde.
    Auf der Strecke zwischen Baden-Baden und Karlsruhe war ein Sicherheitsmitarbeiter der Bahn nach einer Handgreiflichkeit in einem Regionalexpress gegen eine Zugtür gestürzt, die daraufhin aus der Verankerung riss. Ein Fahrgast soll ihn nach einer Ticketkontrolle mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Der 36-jährige mutmaßliche Angreifer sei wegen Gewaltdelikten vorbestraft und verbüße gegenwärtig bereits eine Haftstrafe auf Bewährung, erklärte die Staatsanwaltschaft. Einen erneuten Haftbefehl lehnte das Amtsgericht Karlsruhe ab.
    Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.