Deutsche Bahn
DB-Mitarbeiter stürzt bei Auseinandersetzung mit Fahrgast aus fahrendem Zug - Haftbefehl abgelehnt

Nach einer lebensgefährlichen Auseinandersetzung zwischen einem Bahnmitarbeiter und einem Fahrgast in einem Regionalexpress hat die Staatsanwaltschaft weitere Details zum mutmaßlichen Täter bekannt gegeben.

    Thüringen, Erfurt: Das DB-Logo an einem ICE im Erfurter Hauptbahnhof.
    Bahnmitarbeiter stürzt nach Streit mit Fahrgast aus fahrendem Zug. (Martin Schutt/dpa)
    Der 36 Jahre alte Mann sei wegen Gewaltdelikten vorbestraft und verbüße derzeit bereits eine Haftstrafe auf Bewährung, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte gestern vergeblich Haftbefehl gegen ihn beantragt. Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte es trotz der laufenden Bewährungsstrafe ab, eine Untersuchungshaft anzuordnen. Begründet wurde dies offiziell nicht.
    Der Verdächtige soll den Sicherheitsmitarbeiter der Bahn nach einer Ticketkontrolle mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Dabei stürzte der Bahnmitarbeiter gegen eine Zugtür, die daraufhin aus der Verankerung gerissen wurde. Der 26-jährige Geschädigte fiel aus dem fahrenden Zug auf der Strecke zwischen Baden-Baden und Karlsruhe. Sein Zustand ist weiter kritisch.
    Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.