
Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nanni, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie könne sich nicht vorstellen, dass man die Schiffe in dieser Lage länger vor Ort auf ein Wunder warten lasse. Sie rechne damit, dass die Besatzungen der "Fulda" und "Mosel" den Sommer in Deutschland verbringen dürften. Auch aus den Koalitionsfraktionen wurden entsprechende Überlegungen geäußert: Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ahmetović, hält eine Rückverlegung der Schiffe für möglich. Es zeige sich, dass die Lage im Iran äußerst fragil sei. Die Haltung der Regierung, vorerst keine Bundeswehrmission zu verabschieden, sei daher richtig gewesen.
Das Minenjagdboot "Fulda" sowie das Versorgungsschiff "Mosel" der Bundeswehr sind derzeit in der Region. Sie warten auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus für eine sichere Handelsschifffahrt. Als Bedingung für einen solchen Einsatz gelten aber eine belastbare Waffenruhe sowie die Zustimmung Teherans.
Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
