Erneute Eskalation im Iran-Krieg
Debatte über Rückholung von Bundeswehr-Schiffen

Angesichts der neuen Eskalation im Iran-Krieg wird in der deutschen Politik darüber diskutiert, die beiden in die Region entsandten Bundeswehr-Schiffe zurückzuholen.

    Das Minenjagdboot "Fulda" auf dem Meer.
    Das Minenjagdboot "Fulda" wartet in der Region auf einen Einsatz in der Straße von Hormus. (Archivbild) (picture alliance / SULUPRESS.DE / Joerg Waterstraat)
    Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nanni, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie könne sich nicht vorstellen, dass man die Schiffe in dieser Lage länger vor Ort auf ein Wunder warten lasse. Sie rechne damit, dass die Besatzungen der "Fulda" und "Mosel" den Sommer in Deutschland verbringen dürften.

    Ahmetovic (SPD): Lage äußerst fragil

    Auch aus den Koalitionsfraktionen wurden entsprechende Überlegungen geäußert: Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ahmetović, hält eine Rückverlegung der Schiffe für möglich. Es zeige sich, dass die Lage im Iran äußerst fragil sei. Die Haltung der Regierung, vorerst keine Bundeswehrmission zu verabschieden, sei daher richtig gewesen. Auch Bundesverteidigungsminister Pistorius hatte kürzlich bereits den Abzug der Schiffe erwogen.

    Minenjagdboot und Versorgungsschiff in der Region

    Das Minenjagdboot "Fulda" sowie das Versorgungsschiff "Mosel" der Bundeswehr sind derzeit in der Region. Sie warten auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus für eine sichere Handelsschifffahrt. Als Bedingung für einen solchen Einsatz gelten aber eine belastbare Waffenruhe sowie die Zustimmung Teherans.

    Weiterführende Informationen

    Die wichtigsten Entwicklungen gibt es auch in unseren Newsblog zur Lage im Nahen Osten.
    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.