Verweigerte Probe
Debatte über unangemeldete Doping-Kontrollen

Nach der vierjährigen Sperre für die tschechische Tennis-Spielerin Marketa Vondrousova wird über die Doping-Regeln debattiert. Die Spieler-Vereinigung Professional Tennis Players Association forderte mehr Mitsprache der Athleten.

    Die Tschechin Marketa Vondrousova steht nach ihrem Sieg auf dem Rasen in Wimbledon und küsst die Venus Rosewater-Schale.
    Die Tschechin Marketa Vondrousova gewann 2023 das Tournier in Wimbledon. (IMAGO / Shutterstock / IMAGO / Mark Greenwood / IPS / Shutterstock)
    Die Interessen-Vertretung erklärte, eine vierjährige Sperre für eine Spielerin, die noch nie positiv getestet worden sei und die angegeben habe, um ihre Sicherheit gefürchtet zu haben, sollte diesem Sport zu denken geben. Man befürworte Dopingkontrollen. Aber die Spielerinnen und Spieler verdienten ein echtes Mitspracherecht bei den Regeln, denen sie unterlägen.
    Die Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova war gestern wegen der verweigerten Doping-Probe für vier Jahre gesperrt worden. Sie sollte letzten Dezember in ihrer Wohnung in Prag kontrolliert werden. Ihren Angaben zufolge hatte sie damals eine körperlich und mental schwierige Zeit. Die Kontrolle habe sie aus Angst verweigert. Vondrousova empfand es als Eingriff in ihre Privatsphäre, dass jemand, den sie nicht kannte, ihre Wohnung betreten wollte, ohne sich auszuweisen. Die Tennis-Spielerin verwies auf den Fall einer Kollegin, die vor einigen Jahren verletzt wurde. Diese hatte einem Fremden die Tür geöffnet, der ein Messer bei sich hatte.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.