Bundeswehr
Debatte um Ausgestaltung des Wehrdienstes hält an

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Breuer, drängt auf eine schnelle Umsetzung des neuen Wehrdienstgesetzes.

    Zu sehen sind die Beine mehrerer Bundeswehr-Soldaten in Tarn-Uniform, die gerade marschieren.
    Wie soll es weitergehen mit der Bundeswehr? (picture alliance / dpa / Hauke-Christian Dittrich)
    Er sagte im ARD-Fernsehen, Deutschland müsse angesichts der äußeren Bedrohungslage verteidigungsfähig werden. Es dürfe deshalb nicht noch einmal lange Diskussionen über das neue Wehrdienstmodell geben. Ziel müsse es sein, ab Januar die ersten Fragebögen zu verschicken, um im Mai die ersten neuen Soldaten in die Bundeswehr zu integrieren. Über das neue Gesetz sollte der Bundestag eigentlich am Donnerstag in erster Lesung beraten. Wegen Vorbehalten aus der Unionsfraktion wurden die Beratungen um eine Woche verschoben.
    Unionsfraktionschef Spahn betonte, dass die Verschiebung von der gesamten Koalition beschlossen worden sei. Darum verstehe er die aktuelle Aufregung nur begrenzt. Man sei in guten Gesprächen miteinander.
    Bundeskanzler Merz sagte am Abend in der ARD, er glaube nicht, dass das auf
    Freiwilligkeit beruhende Wehrdienstmodell der Bundeswehr genügend neues Personal bringe. Dennoch spreche er sich dafür aus, dass die Regierung zunächst das im Koalitionsvertrag verabredete Modell versuche.
    Die Bundeswehr benötigt nach eigenen Angaben etwa 80.000 zusätzliche aktive Soldaten.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.