
In einem Anwaltsschreiben kündigen die Betreiber sowohl gegen den Minister, als auch gegen den Verfassungsschutz juristische Schritte an. Darin heißt es, die Streichung der Läden von der Nominiertenliste sei ein Eingriff in eine Entscheidung einer unabhängigen Jury ohne belastbare Begründung.
Kulturstaatsminister Weimer hatte die Geschäfte aus Berlin, Bremen und Göttingen wegen verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse von der Liste der Kandidaten gestrichen, die für den Deutschen Buchhandlungspreis vorgesehen sind. Sie werden dem linken politischen Spektrum zugeordnet. Weimers Behörde vergibt den Preis selbst.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wirft Weimer Intransparenz vor. Der Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, Lehmann, sprach vom "Geist der politischen Willkür". So entstehe ein Klima der Vorzensur, warnte der Grünen-Abgeordnete. Der SPD-Politiker und Bremer Bürgermeister, Bovenschulte, bezeichnete Weimers Vorgehen als "nicht akzeptabel". Man lebe in einem Rechtsstaat. Zwischen Meinungsfreiheit und Zensur sei ein schmaler Grat.
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
