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StartseiteSport am Wochenende"Bin sehr stolz auf die Liga und die Clubs"01.05.2021

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke"Bin sehr stolz auf die Liga und die Clubs"

Die Eishockey-Saison unter Corona-Bedingungen sei "für uns alle eine Riesenbelastung gewesen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke im Dlf. Gleichzeitig verteidigte er sich gegen Kritik am Krisenmanagement der Deutschen Eishockey Liga (DEL): "Es war der einzige Weg."

Gernot Tripcke im Gespräch mit Marina Schweizer

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Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga DEL.  (dpa / picture alliance / Uwe Anspach)
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga DEL (dpa / picture alliance / Uwe Anspach)
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Kurz nachdem sein Team im Playoff-Halbfinale ausgeschieden war, meldete sich Adler Mannheims Trainer Pavel Gross mit scharfer Kritik am Corona-Krisenmanagement der DEL zu Wort: "Durch die Unfähigkeit der DEL - als einziger Liga auf der ganzen Welt über alle Sportarten - wurde die Saison immer wieder verschoben und verschoben", sagte Gross.

Pavel Gross, Chef-Trainer beim Eishockey-Team Adler Mannheim  (Imago / Stefan Ritzinger)Pavel Gross, Chef-Trainer beim Eishockey-Team Adler Mannheim (Imago / Stefan Ritzinger)

Da die meisten DEL-Clubs auf Zuschauer-Einnahmen angewiesen sind, hatte die DEL im Herbst 2020 lange auf einen Saisonstart mit Publikum gesetzt und diesen zwei Mal verschoben - bis es schließlich erst kurz vor Weihnachten los ging. 

"Leider haben wir nicht gewusst, ob wir spielen oder nicht", so Gross. Dadurch habe seine Mannschaft schon im Mai 2020 mit der Vorbereitung begonnen - und dadurch ein Jahr lang ohne Pause "geackert". "Heute kann ich sagen, dass wir schlauer hätten sein können und drei Monate Pause machen können wie die anderen das gemacht haben", konstatierte Gross.

Große Belastung für alle

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke wies Gross' Kritik im Interview mit dem Deutschlandfunk von sich und bezeichnete sie als "sehr exklusive und eingeschränkte Sicht". Die entsprechenden Entscheidungen hätten "alle Clubs gemeinsam getroffen".

Dass die Belastung in der letzten Saison besonders hoch gewesen sei, sieht Tripcke jedoch auch. Aus seiner Sicht jedoch sei das "der einzige Weg" gewesen: "Wir haben keine Mannschaft verloren, die wirtschaftliche Probleme gekriegt hat", so Tripcke, "und von daher bin ich auf die Liga - und noch mal: das sind die Clubs - sehr stolz."

Im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft stehen in dieser Saison die Grizzlys Wolfsburg und die Eisbären Berlin.

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