
Bei den Plänen des Präsidenten, das Land vorübergehend zu führen, handle es sich um Wunschdenken, sagte Schumer in Washington. Er warnte, dass das Vorgehen in Venezuela nur der Anfang eines gefährlichen außenpolitischen Kurses sei, da Trump öffentlich US-Interesse an Grönland, Kuba und Kolumbien signalisiere. Der US-Präsident erklärte, dass es trotz entsprechender Vorgaben in der Verfassung in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl in Venezuela geben werde. Das Land müsse zunächst wieder in Ordnung gebracht werden, sagte Trump dem Sender NBC News. Venezuelas Verfassung sieht vor, dass bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten eine Neuwahl innerhalb eines Monats abgehalten wird. Die bisherige venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez wurde inzwischen als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Derweil beteuerte der gestürzte Staatschef Maduro bei seiner ersten Anhörung vor einem Gericht in New York seine Unschuld. Er war in der Nacht von Freitag auf Samstag von den USA gefangen genommen und außer Landes gebracht worden.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
