Sonntag, 14. August 2022

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Demonstration "Zug der Liebe"
"Irgendwas mit Techno und Menschlichkeit"

Wirklich politisch sei nur ein kleiner Teil des "Zugs der Liebe" gewesen, berichtete Reporterin Gesine Kühne über die Techno-Parade, die am Wochenende in Berlin stattfand. Obwohl die Veranstalter eine Demonstration angekündigt hatten, die zeigen sollte, dass ihre Generation nicht nur ein "hedonistisches, unpolitisches Feiervolk" sei - der Spaß war bei der Veranstaltung wohl am wichtigsten.

Gesine Kühne im Gespräch Thekla Jahn | 27.07.2015

    Junge Menschen nehmen am 25.07.2015 in Berlin an einer politischen Demonstration unter dem Motto "Zug der Liebe" durch die Straßen der Hauptstadt teil. Nach Veranstalterangaben solle es keine Neuauflage der Loveparade sein. Erwartet werden rund 20.000 Menschen.
    Junge Menschen bei der Demonstration "Zug der Liebe" in Berlin. (picture alliance / dpa / Wolfang Kumm)
    "Leider sind wir alle müde geworden, für unser gemeinsames Wohlwollen, für unser Recht auf Frieden und Liebe, für alle Menschen auf die Straße zu gehen." So die Selbstdiagnose von Berliner Kulturveranstaltern, Musikern, Medienschaffenden und Musikinteressierten.
    Um das zu ändern, wollten sie ein Zeichen setzen und mit einem "Zug der Liebe" durch Berlin zeigen, dass ihre Generation nicht nur ein "hedonistisches, unpolitisches Feiervolk" ist.
    Am vergangenen Samstag zog der Liebeszug mit 15 Lastwagen durch die Hauptstadt. Eine politische Demonstration mit Musik. Sie sollte so ganz anders sein als die durchkommerzialisierte Techno-Loveparade, die 2010 in Duisburg mit einem Unglück endete, bei dem 21 Zuschauer getötet und 500 verletzt wurden.
    Reporterin Gesine Kühne war in Berlin dabei und berichtete im DLF, wie politisch der "Zug der Liebe" wirklich war.
    Das Gespräch können Sie mindestens sechs Monate lang als Audio-On-Demand nachhören.