
Schwangerschaftsabbrüche demonstriert.
Am Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich nach Angaben der Polizei rund tausend Abtreibungsgegner, darunter Vertreter der katholischen Kirche. Aufgerufen zu dem sogenannten "Marsch für das Leben" hatte der Verein Bundesverband Lebensrecht. Eine zweite Kundgebung fand im Kölner Stadtteil Deutz statt.
Zu Gegendemonstrationen kamen in Berlin mehrere hundert Menschen zusammen, in Köln rund 2.000. Sie forderten die Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch. Ein Schwangerschaftsabbruch wird in Deutschland mit einer Geldstrafe oder mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. Er bleibt jedoch straffrei, wenn er in den ersten zwölf Wochen vorgenommen wird. Im Frühjahr hatte eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission die Entkriminalisierung von Abtreibungen in den ersten zwölf Wochen empfohlen.
Diese Nachricht wurde am 21.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.