
Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk hat zu Kundgebungen in über 20 Städten aufgerufen - unter anderem in Berlin, Hamburg, Chemnitz, Köln, Stuttgart und Nürnberg. Anlass ist der Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses der Gesetzlichen Krankenversicherung, die Honorare zum 1. April um 4,5 Prozent zu senken. Bereits in den vergangenen Tagen hat es dagegen in mehreren Städten Proteste gegeben.
Für Kritik sorgt unter anderem, dass die Honorarkürzung die bereits angespannte Versorgungslage verschärfen könnte. Dies befürchtet auch DGPPN-Vorstandsmitglied Köhler. Sie sagte im Deutschlandfunk, es brauche keine Honorarkürzungen, sondern eine Verbesserung der Versorgungslage. Der Bedarf an Therapieplätzen sei hoch. Man müsse ein Steuerungssystem für Patienten schaffen, mit Strukturen, um Betroffene je nach Dringlichkeit ihrer Beschwerden zu priorisieren.
Diese Nachricht wurde am 28.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
