Archiv


Der Computerpionier Olivetti erholt sich

Die Firma Olsy, eine Tochtergesellschaft des italienischen Büromaschinenherstellers Olivetti, präsentierte sich diese Woche in Lyon. In das neue Unternehmen hat der Konzern seit Jahresbeginn seine Computersparte ausgelagert. Damit hofft Olivetti, die Verluste der vergangenen Jahre wieder wettzumachen. Ein Plan, der aufzugehen scheint.

Detlev Karg |
    Wie viele Unternehmen, die mit Büromaschinen und Datenverarbeitung einst glänzende Geschäfte machten, durchlief auch der italienische Hersteller eine Zeit der Krisen. Immer wieder wurde bei Olivetti Geld, das in anderen Branchen verdient wurde, in das verlustreiche Geschäft mit Computern und Systemlösungen gesteckt. Zu Beginn diese Jahres jedoch wurden die einzelnen Sparten unter einer Holdinggesellschaft selbständig. So auch die Tochtergesellschaft Olsy, die sich nun in Lyon präsentierte. Nach Verlusten von rund 28 Millionen Mark im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeichnet sich für das zweite Quartal ein Gewinn von rund zehn Millionen Mark vor Steuern ab. Damit scheint das Konzept aufzugehen, sich vom Image des Schreibmaschinenherstellers zu lösen. Vor allem Banken und der öffentliche Sektor werden mit Gesamtlösungen und Service versorgt. Zum Hardwareangebot gehören Bankautomaten, Schecksysteme und Spezialdrucker. Mit einer Tochtergesellschaft namens "Telemedia" ist Olivetti im Wachstumsmarkt der Telekommunikation ebenfalls vertreten.