Bodensee
Der Felchen-Bestand wächst wieder

Seit einem Jahr gilt im Bodensee ein Fangverbot für den beliebten Speisefisch Felchen. Laut der baden-württembergischen Fischereiforschungsstelle hat sich der Felchen-Bestand seitdem merklich erholt. Der Einschätzung nach hat das auch mit günstigem Wetter und einem besseren Nahrungsangebot zutun.

    Eine Berufsfischerin hält auf dem Bodensee ein Felchen in der Hand.
    Für den Bodenseefelchen gilt ein Fangverbot. (Felix Kästle/dpa)
    Außerdem ist mit dem Stichling ein aggressiver Nahrungskonkurrent im Bodensee weggefallen. Er frisst nicht nur die gleiche Nahrung wie der Felchen, sondern auch dessen Eier. Der Stichling war in den Fünfzigern von Menschen im See ausgesetzt worden und machte zwischenzeitlich mehr als 90 Prozent des Fischbestands aus. Letztes Jahr war der Stichling-Bestand plötzlich um 80 Prozent eingebrochen, aus noch unbekannter Ursache. Die Forschungsstelle bezeichnet das als Glück - zumindest für den Felchen.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.