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StartseiteJazzFactsIn die Stille, in die Weite02.08.2018

Der französische Geiger Dominique PifarélyIn die Stille, in die Weite

Früher verhalf sein farbenreiches Spiel der Klangwelt von Louis Sclavis und anderen Größen der Jazzszene Frankreichs zu besonderem Glanz. Mit eigenem Vokabular verändert und bereichert Dominique Pifarély seit nunmehr drei Dekaden das Terrain der Jazzvioline.

Von Karl Lippegaus

(Karl Lippegaus)
Dominique Pifarély (Karl Lippegaus)

Jazzmusiker wird man vor allem, indem man Jazz hört. Die Ideen, Spontaneität, Gedächtnis, Gestik – vieles kommt zusammen und formt einen großen Improvisator. Was bei Dominique Pifarélys Gruppen frei aus dem Stegreif klingt, kann sehr auskomponiert sein und umgekehrt. Der französische Geiger betrieb eine lange Selbsterforschung und legte Klänge gleichsam unters Mikroskop. Während er neue Möglichkeiten für die Geige erkundet, kostet er auch die Nähe zu anderen Kunstrichtungen aus, besonders zur Lyrik Paul Celans. Seit 2015 schuf er - mit "Time Before And Time After", "Tracé provisoire" und als Co-Leader "Asian Field Variation" - drei große Alben, die seinen Rang als bedeutenden Jazzgeiger unserer Zeit unterstreichen.

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