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Der Mond entfernt sich

Eine abnehmende Mondsichel schmückt den Himmel der zweiten Nachthälfte. Sie geht gegen 2 Uhr auf und steht bei Tagesanbruch hoch am Himmel.

Von Damond Benningfield | 14.12.2006
    Im Durchschnitt ist der Mond 384 400 Kilometer von uns entfernt. Langsam und sicher wird dieser Abstand jedoch größer - und zwar um knapp vier Zentimeter pro Jahr. Seit Apollo-Astronauten den Mond zuerst besucht haben, hat sich die mittlere Entfernung um ca. 1,5 Meter vergrößert.

    Apollo-Astronauten halfen den Forschern, den genauen Abstand zum Mond zu messen und zu erfassen, in welchem Tempo er sich von uns entfernt. Sie setzten spezielle Reflektoren auf den Mondboden. Von der Erde aus richtete man Laserstrahlen auf diese Reflektoren und maß, wie lange das Licht für den Weg zum Mond und zurück benötigte.

    Die zunehmende Entfernung des Mondes von der Erde unterstützte eine frühe Theorie über seine Entstehung. George Darwin, ein Sohn von Charles Darwin, hat sie aufgestellt. Demnach drehte sich die junge, noch nicht feste Erde so schnell, dass sich ein riesiger Klumpen aufgrund der Fliehkraft abspalten konnte - und zwar dort, wo sich heute der Pazifische Ozean befindet. Aus dieser Materie entstand der Mond.

    Nach der heute am meisten favorisierten Theorie entstand der Mond, als die Erde mit einem großen Objekt zusammenstieß. Viel Materie wurde dabei ins All geschleudert, verdichtete sich und bildete irgendwann den Mond.