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Der Perseus

Gegen Mitternacht finden Sie in diesen Wochen hoch am Himmel ein Sternbild, dessen hellere Sterne die Umrisse einer leicht verbogenen Wünschelrute nachzeichnen.

Von Hermann-Michael Hahn |
    Dabei erscheint der rechte "Griff" dieser Wünschelrute deutlich kürzer als der linke, dessen leichter Bogen nach unten auf das bekannte Siebengestirn, die Plejaden, zeigt - dort steht heute Nacht auch der Mond.

    Kenner des Himmels identifizieren dieses Sternbild als den Perseus, der an den griechischen Sagenhelden erinnert. Perseus ist der Retter der schönen Andromeda, die von ihren Eltern Kassiopeia und Kepheus dem Meeresungeheuer Ketos geopfert werden sollte, um weiteres Unheil von den Küsten des Landes abzuwenden.

    Zuvor hatte Perseus die Gorgone Medusa getötet, die mit ihrem Blick jeden versteinern konnte, der sie direkt ansah. Um dieser Gefahr zu entgehen, nutzte Perseus die spiegelnde Wirkung einer Glasscherbe. Mit ihrer Hilfe konnte er sein Schwert zielsicher führen, ohne die Medusa dabei ansehen zu müssen. Auf alten Sternkarten trägt Perseus das abgeschlagene Haupt der Medusa, um die anhaltende tödliche Wirkung ihres Blickes wie eine Wunderwaffe zu nutzen.

    Dieser Teil der Sage ist wohl ein versteckter Hinweis darauf, dass einer der Sterne im Perseus - am Ende des rechten Griffes der Wünschelrute - regelmäßig seine Helligkeit verändert.

    Nach dem klassischen antiken Weltbild durfte das nicht sein und konnte allenfalls durch einen bösen Dämon ausgelöst werden. Der veränderliche Stern heißt Algol, nach dem arabischen Wort für - Dämon.

    Das Sternbild Perseus

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