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StartseiteJazzFactsEspaces13.06.2019

Der Schlagzeuger Edward PerraudEspaces

Edward Perraud gehört zur ersten Liga der französischen Jazzdrummer. Mit Gitarre und Posaune begann er das Musizieren, wechselte aber bald zur Perkussionsabteilung mit Studium am Konservatorium in Rennes.

Von Karl Lippegaus

Ein Porträt von Edward Perraud (Karl Lippegaus)
Edward Perraud, Schlagzeuger und Komponist aus Frankreich (Karl Lippegaus)

Er wurde Musikwissenschaftler mit Diplom, nachdem er sich als Schlagzeuger in den Gefilden des alternativen Rock ausgetobt hatte. Ob Kammer-Jazz, Neue Musik, Chansons oder Indie-Rock - vielseitiger als Edward Perraud kann ein Jazzdrummer heutzutage kaum sein. So versuchte er beispielsweise mit einer Hommage an Hanns Eisler, den Fesseln der (Jazz-)Tradition zu entkommen. "Ballads and Barricades" nannte Perraud jenes erstaunliche Album, erschienen bei seinem eigenen Label Quark Records. Noch im selben Jahr 2006 organisierte er "Wonderland", eine Kooperation mit dem Filmemacher Nicolas Humbert. Perraud suchte früh die Nähe großer Lehrer, vor allem aus der Neuen Musik. 2014 fiel er als treibende Kraft in Thomas de Pourquery’s "Supersonic" auf. Seine Studioarbeit gipfelte zuletzt in Alben wie "Open Land" mit dem Quartett des Pianisten Bruno Angelini sowie der CD "Espaces", Perrauds Debüt mit eigenem Pianotrio. Seine vielen Reisen nutzt er für seinen zweiten Beruf, den eines Kunstfotografen.

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