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StartseiteJazzFactsWohlklang mit Tiefgang17.01.2019

Der schwedische Bassist und Cellist Lars DanielssonWohlklang mit Tiefgang

Lars Danielssons Musik erscheint an der Oberfläche melodiös, ausgeglichen, zuweilen fast brav. Bei allem Wohlklang ist sie aber keineswegs belanglos, sondern lotet Bereiche im Schnittfeld von Jazz und Kammermusik aus, die von kompositorischer Raffinesse und solistischer Hochkunst geprägt sind.

Von Thomas Loewner

Der schwedische Bassist und Cellist Lars Danielsson mit Instrument  (Jan Söderström)
Studierte Cello, bevor er den Jazz entdeckte und zum Bass wechselte: Lars Danielsson (Jan Söderström)

Lars Danielsson absolvierte zunächst ein klassisches Cellostudium, bevor er den Jazz für sich entdeckte. Ein Auftritt des dänischen Kontrabassisten Niels-Henning Ørsted-Pedersen hinterließ bei ihm einen derart nachhaltigen Eindruck, dass er nicht nur die Musikrichtung, sondern auch sein Hauptinstrument wechselte und fortan hauptsächlich als Bassist auftritt. Seit über 30 Jahren leitet er inzwischen eigene, international besetzte Bands und ist längst einer der bekanntesten Jazzmusiker Schwedens. Dabei ist er nicht nur als Solist aktiv, sondern auch als Komponist, Arrangeur und Dirigent. Danielssons klassische Vergangenheit klingt in seiner Musik bis heute durch: Harmonisch und melodisch ist sie hörbar von Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré oder Arvo Pärt beeinflusst. Auf rhythmischer Ebene wird deutlich, dass sich Lars Danielsson auch intensiv mit Jazz und Rock beschäftigt hat. So entsteht eine Musik mit vielen Facetten, zugänglich und tiefgründig zugleich.

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